Mehr Praktikanten im Mellendorfer Kommissariat

SPD-Landtagsabgeordneter macht Antrittsbesuch bei Polizei

Mellendorf (awi). Seinen Antrittsbesuch als SPD-Landtagsabgeordneter hat Rüdiger Kauroff aus Garbsen mittlerweile bei der Mellendorfer Polizei absolviert. In Garbsen kennt sich der dortige Stadtratsabgeordnete bei den Ordnungshütern gut aus. Im Wedemärker Kommissariat war er zum ersten Mal bei Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz, ESD-Leiter Peter Wengler und KED-Leiter Kai-Uwe Bebensee zu Gast. Kurz war die Verkehrssituation in Negenborn Thema. Rüdiger Kauroff war dort kürzlich von der Bürgerinitiative zu einem Ortstermin eingeladen gewesen. „Mir ist es wichtig, mir ein Bild von der Situation vor Ort zu machen“, erklärte er. Zugesagt hätte er aber gar nichts. Er werde die notwendigen Erkundigungen einziehen und sich umfassend informieren, ob und welche Art der Unterstützung es für die Negenborner gebe, die ihre Verkehrssituation mit der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt als sehr gefährlich einstuften. Gerne wolle er sich zu diesem Thema mit der örtlichen Polizei abstimmen und er habe deswegen demnächst auch einen Termin mit Bürgermeister Helge Zychlinski vereinbart. Er wisse, dass den Negenbornern eine Ampel das liebste wäre, aber wenn man auch mit einer Fußgängerquerung die Autofahrer dazu kriegen könnte, langsamer zu fahren, wäre das auch ein gangbarer Weg, meinte Kauroff.
Mit der Polizei wolle er sich gern regelmäßig austauschen, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete, der in Hannover im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr mitarbeiten wird. Und so ließ auch die Frage nach dem Verkehrskonzept für die Wedemark nicht lange auf sich warten. Die Polizei warte selbst mit Spannung darauf, entgegnete Kommissariatschef Waschkewitz und er rechne damit, wenn es vorliege, dass die Kommune die Polizei um eine Stellungnahme bitten werde.
Sehr interessiert verfolgte Rüdiger Kauroff auch die Ausführungen von Klaus Waschkewitz zur Nachwuchsgewinnung. In diesem Zusammenhang wird auch das Kommissariat Mellendorf in 2018 doppelt so viele Praktikanten aufnehmen wie sonst, nämlich pro Jahr je zwei im Einsatz- und Streifendienst und zwei im Kriminalermittlungsdienst für jeweils drei Monate. „Wir stellen uns darauf ein“, kündigte Waschkewitz an. Die entsprechenden Arbeitsplätze müssten ebenso vorgehalten werden wie Anleiter. Wie bei allen Praktikanten und Berufsanfängern hielten sich Nutzen und Aufwand die Waage. Um den Polizistennachwuchs umfänglich anzuleiten sei großes Engagement der Kollegen erforderlich, aber am Ende ihrer Praktikantenzeit könnten die Jungen die Älteren auch schon gut unterstützen. Bis zu 3.000 Polizisten würden neu eingestellt, versicherte der SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Kauroff. Sie würden den Bachelor-Studiengang für den gehobenen Dienst an der Polizeiakademie absolvieren und nach drei Jahren ihren Dienst in den Kommissariaten beginnen. Das Land werde sein Versprechen, für genügend Nachwuchs zu sorgen, erfüllen.

Bildunterschrift: Zum Abschluss seines Besuchs im Polizeikommissariat Mellendorf durfte der SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Kauroff (links) noch die Polizeimützensammlung von Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz bestaunen. Foto: A. Wiese