Meinungsaustausch mit MdB Hoppenstedt

Beim Gedankenaustausch über das EEG 2014: Ullrich von Blanckenburg (v. l.), Thorsten Willers, Dr. Hendrik Hoppenstedt, Cord-Peter von der Wroge, Joachim Scholz, Jürgen-Heinrich Plinke und Klemens Merkin. Foto: B. Stache

Wedemärker Betreiber von Biogasanlagen tragen ihre Sorgen vor

Brelingen (st). Die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2014 wird auch in der Wedemark mit großem Interesse verfolgt. Nach dem aktuellen Referentenentwurf zum EEG 2014 müssen die Betreiber von Biogasanlagen mit erheblichen finanziellen Einbußen rechnen. Das reformierte EEG soll zum 1. August 2014 in Kraft treten. Aus diesem Anlass war am Montag Dr. Hendrik Hoppenstedt (MdB) zu einem Meinungsaustausch mit Biogasanlagen-Betreibern aus der Wedemark auf dem Hof von Cord-Peter von der Wroge in Brelingen zusammengekommen. An dem Treffen nahmen auch Manfred Dannenfeld und Joachim Scholz von der Landberatung teil. „Es ist mir völlig klar, dass die Landwirtschaft über die Änderung des EEG 2014 nicht uneingeschränkt jubelt“, erklärte Dr. Hoppenstedt zu Beginn. „Das neue Gesetz wird Biogas vermutlich völlig abwürgen. Zukünftig werden keine Biogasanlagen mehr gebaut werden, weil sie unter diesen Rahmenbedingungen nicht mehr wirtschaftlich sind“, drückte von der Wroge seine Bedenken aus. Für bestehende Anlagen werde eine Weiterentwicklung wegen der geplanten Verringerung der Einspeisungsvergütung schwierig. „Bei der EEG-Reform geht es insbesondere darum, den weiteren Kostenanstieg spürbar zu bremsen, den Ausbau der erneuerbaren Energien planvoll zu steuern und die Marktintegration der erneuerbaren Energien voranzutreiben“, heißt es seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Hoppenstedt erinnerte daran, dass Biogasanlagen neben der Offshore-Technologie zu den teuersten regenerativen Energien gehört. „Wenn man Strom bezahlbar halten möchte, führt das dazu, dass man in diesem Bereich keine sehr großen Ausbauten mehr tätigen kann“, so der Politiker. Nach dem sehr offen ausgetragenen Meinungsaustausch erklärte Dr. Hoppenstedt, dass er die gesammelten Informationen mitnehmen werde. Er versprach zudem, sich in der Sommerpause – noch vor Inkrafttreten des EEG 2014 – mit den Gesprächsteilnehmern aus der Wedemark erneut zu treffen und das Gespräch fortzusetzen.