Mit dem Bürgermeister auf Sommertour

Wedemarks neue Wirtschaftsförderin Kim Voigt (von links) sieht sich mit Urszula Schulz und Helge Zychlinski sowie Johann, Françoise, Heinrich-Wilhelm und Marie-Charlotte Rodenbostel in der Lagerhalle um. Foto: B. Stache
 
Johann Rodenbostel vor einem neuen, automatischen Musterschrank, der eingehende Materialien auf Qualität prüft. Foto: B. Stache

Neue Wirtschaftsförderin Kim Voigt besucht den Industriehof Scherenbostel

Scherenbostel (st). „Ich bin sehr erfreut, dass ich heute dieses Unternehmen, den Industriehof Scherenbostel, besuchen durfte“, erklärte Wedemarks neue Wirtschaftsförderin Kim Voigt. „Ich bin begeistert von dem Unternehmen, das ein wichtiges hier in der Wedemark ist – auch in Bezug auf Ausbildung“, lautete ihr Urteil. Besonders positiv habe sie registriert, dass der Industriehof Scherenbostel selber ausbildet. „Mir wurde berichtet, dass die meisten Auszubildenden auch direkt im Unternehmen bleiben“, zeigte sich Wirtschaftsförderin Kim Voigt erfreut. Am Donnerstagvormittag war sie in Begleitung von Bürgermeister Helge Zychlinski, der den Besuch im Rahmen seiner Sommertour nutzte, von Industriehof Scherenbostel-Geschäftsführer Heinrich-Wilhelm Rodenbostel begrüßt worden. An dem Informationsgespräch mit anschließendem Rundgang über das Betriebsgelände hatten auch seine Ehefrau Françoise Rodenbostel mit den beiden erwachsenen Kindern Johann und Marie-Charlotte sowie die Marketing Communications Managerin Urszula Schulz teilgenommen. „Es war ein recht interessanter Austausch“, berichtete Heinrich-Wilhelm Rodenbostel nach dem Gespräch mit den Wedemärker Gemeindevertretern, bei dem auch Zahlen, Daten und Fakten zum Industriehof Scherenbostel erörtert wurden. Das familiengeführte Unternehmen wurde 1975 von Heinrich Rodenbostel, dem Vater des heutigen Geschäftsführers, als klassischer Landmaschinenersatzteilhandel gegründet. Heute zählt es zu den führenden europäischen Lieferanten für Produkte und Ersatzteile rund um die Segmente Land- und Kommunaltechnik sowie Weinbau und Baumaschinen. Vom Standort Scherenbostel aus versorgen zirka 63 Mitarbeiter Kunden weltweit mit umfangreichen Serviceleistungen sowie einer Vielzahl an Ersatz-, Verschleiß- und Bauteilen. Neben einer Tochtergesellschaft in Russland mit 15 Mitarbeitern gibt es Produktionsstätten in Frankreich und eine in China. Hersteller und Fachhandel können auf ein Industriehof-Angebot von zirka 20 000 Artikeln zurückgreifen, das sind 16 000 Katalog- und 4000 Sonderartikel. Das Scherenbosteler Unternehmen arbeitet als internationales Team mit „native speaker“ (Muttersprachler) aus 16 Nationen. Der Industriehof Scherenbostel ist ein Ausbildungsbetrieb für Groß- und Außenhandel und Fachkräfte für Lagerlogistik. Die Teilnahme von Johann und Marie-Charlotte Rodenbostel machte deutlich, dass bereits die dritte Generation erste Schritte im Familienbetrieb unternimmt. Tochter Marie-Charlotte ist noch im Studium, ebenso ihr zweiter Bruder Marc. „Das Unternehmen will sich auch zukünftig weiterentwickeln. Dadurch werden neue Arbeitsplätze in der Wedemark geschaffen“, machte Wirtschaftsförderin Kim Voigt deutlich. Sie habe mit der Unternehmensführung auch über zukünftige Möglichkeiten zur Förderung im Bereich von Innovationen gesprochen. „Ich freue mich, Ansprechpartner für das Industrieunternehmen zu sein und hoffe, bei allen Fragen und Wünschen die besten Antworten geben zu können“, erklärte sie. „Wir haben heute ein hoch innovatives Unternehmen vorgestellt bekommen, auf das wir in der Wedemark stolz sein können“, lobte der Bürgermeister nach dem Besuch. „Wir haben es mit einem sozial engagierten Arbeitgeber zu tun. Das schätzen wir in der Wedemark sehr. Wir legen auch in Zukunft Wert darauf, Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu schaffen“, unterstrich Helge Zychlinski. Mit Hinweis auf die Geschichte seines Unternehmens erklärte Geschäftsführer Heinrich-Wilhelm Rodenbostel: „Wir sind schon sehr lange hier ansässig und hatten immer einen guten Draht zur Gemeinde Wedemark.“ Beim anschließenden Rundgang wurden unter anderem der Neubau des Büro- und Verwaltungsgebäudes, eine Lagerhalle und die Schlosserei besichtigt.