MIT-Ehrennadel für Köhn und Haselbacher

Laudator Horst Müller (M.) freut sich: Dietmar Reddig heftet Politiker, Unternehmer und Sportentertainer Jochen Haselbacher die Nadel an. (Foto: Foto: A. Wiese)
 
MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig (r.) mit dem ausgezeichneten Panther-Trainer Jürgen Köhn (M.) und Laudator Uwe Jesse (l.).Fotos: A. Wiese

Mittelstandsvereinigung würdigt Verdienste für Wirtschaft und Gesellschaft

Bissendorf (awi). Sie ist die Interessenvertretung kleiner und mittlerer Unternehmen und versucht, die Sorgen und Nöte in die Politik und die Verwaltung zu tragen. So umschrieb Wedemarks MIT-Vorsitzender Dietmar Reddig die ideellen Hintergründe der Mittelstandsvereinigung der CDU. In der Wedemark hat sie rund 60, in Niedersachsen 5100 Mitglieder und wird auf Landesebene 2011 40 Jahre alt. In der Wedemark betreibe die MIT wichtige Sachpolitik, betonte Reddig bei seiner Begrüßung zu der Ehrennadelverleihung am Freitag in den Räumen der Veranstaltungsfabrik von Uwe Jesse und Oliver Hansing im Gewerbegebiet Bissendorf. Der MIT sei es in der Vergangenheit auch schon gelungen, Gewerbesteuererhöhungen zu verhindern und sie gehöre zu den Initiatoren des überregional erfolgreichen Gewerbemarktes Elze. Sie sei an Projekten wie „Exzessiv geht schief“ beteiligt, für das mittlerweile drei Busse in der Region Hannover Reklame führen, um Jugendliche vom Komasaufen abzuhalten. Und sie bemühe sich im Sinne der Unternehmer um gute Kontakte zur Gemeindeverwaltung. So seien mit dem Bürgermeister kürzlich sehr fruchtbare informelle Gespräche geführt worden. Tjark Bartels ergriff die Gelegenheit, die Ehrennadelverleihung der MIT als „sehr gute Idee“ herauszustreichen, vor allem, dass sie an „Empfänger mit gemischten Hintergründen“ verliehen werde. Dies betone die gesellschaftliche Verantwortung der Wirtschaft, so Bartels, der zugleich Uwe Jesse und Oliver Hansing zu den neuen Räumen ihrer „Veranstaltungsfabrik“ gratulierte. Dann ging es nur noch um die beiden Ehrennadeln aus 750er Gold, die von Wiek Haselbacher hergestellt und zur Hälfte gesponsert werdne. Die andere Nadel wird von der Volksbank übernommen. Für das Sponsering der Bewirtung bei der Verleihung bedankte sich Dietmar Reddig bei den Unternehmern Harry Post und Uwe Jesse.
Letzterer übernahm die Laudatio auf den ersten Empfänger der Ehrennadel, den Trainer der Bissendorfer Panther, Jürgen Köhn. Natürlich sei der Erfolg dieser überragenden Inline-Hockeyspieler auf das Engagement vieler Personen zurückzuführen, doch einer trage schließlich die Verantwortung für die Zusammenstellung des Teams und das sei Jürgen Köhn. Mit 18 Kindern und Jugendlichen, vier davon polizeibekannt, die auf der Straße und Parkplätzen Inline-Hockey spielten, habe die Erfolgsgeschichte der Panther 1998 angefangen. Mittlerweile spielten unter dieser Firmierung Mannschaften aller Altersklassen und hätten unzählige Titel mit nach Hause gebracht. Köhn sei „Macher und Kopf“ der Panther, der die Devise ausgebe: „Wer mitspielen will, muss sauber bleiben“, so Jesse. Toleranz und Gewaltfreiheit würden groß geschrieben bei den Panthern und das sei vor allen anderen Jürgen Köhn zu vrdanken, dessen Leitspruch sei: „Mitleid kriegt man geschenkt, Neid musst du dir erarbeiten.“ Köhn ging diese Ehrung sichtlich nahe, auch er betonte jedoch, dass hinter ihm mindestens 70 Helfer stünden, die alle, die Ehrennadel verdient hätten. Er lud die Wedemärker Unternehmer zu dem wichtigen Spiel dre Panther am 18. September in der Wedemark-Halle ein, wenn das führende Team in der 1. Bundesliga Nord um den Meistertitel kämpfe. – Sport ist auch das Steckenpferd des zweiten Ehrennadel-Empfängers an diesem Abend, allerdings nicht nur der Sport, sondern auch die Politik, wenn auch jetzt nicht mehr aktiv. Laudator Horst Müller umschrieb ihn so: „Wenn sich unsere Wege gekreuzt haben, ging es immer um ein Engagement für unsere Wedemark. Mal um Sport, mal um Politik, mal um ein Ehrenamt. Ob als Unternehmer, Sportler oder Politiker: Verhandlungen mit ihm sind nicht leicht, aber immer konsequent, ehrlich und an dem Problem orientiert. Es geht ihm immer um die Sache, um die dahinterstehenden Personen und letztendlich um seine Wedemark.“ Vielen Anwesenden war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass die Rede von Jochen Haselbacher war: 16 Jahre lang Vorsitzender von Blau-Gelb Elze,über vier Perioden CDU-Landtagsabgeordneter, Begründer der zunächst Wedemark heute Hannover Scorpions und Inhaber der Sport und Freizeit GmbH. „Er war lange Jahre die führende Person der CDU für die Wedemark in Partei und Rat. Er hat die Wedemark vor der Schließung der Eishalle bewahrt, er hat für das Wedemärker Eishockeymärchen gesorgt, die Gemeinde deutschlandweit bekannt gemacht, viele Arbeitsplätze geschaffen und vieles mehr“, so Müller. Auch Haselbacher freute sich über die Auszeichnung und dankte seiner Frau, seiner Familie und seinen Freunden für die starke Unterstützung.