MIT hat Interesse am Milchpreis

Dietmar Reddig (von rechts) und Felix Adamczuk informieren sich bei Hermann Drösemeyer-Hasselbring und Tochter Silke über die Situation in der Landwirtschaft. Foto: B. Stache

Dietmar Reddig und Felix Adamczuk informieren sich über Landwirtschaft

Rodenbostel (st). „Wir haben auch Landwirte als Mitglieder in der Mittelstandsvereinigung“, erklärte Dietmar Reddig auf dem Hof Drösemeyer-Hasselbring in Rodenbostel. Der erste Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung des CDU Gemeindeverbandes Wedemark informierte sich am Montagabend gemeinsam mit dem promovierten Fachanwalt für Agrarrecht Felix Adamczuk über die Situation in der Landwirtschaft. Landwirt Hermann Drösemeyer-Hasselbring und Tochter Silke erwiesen sich als kompetente Ansprechpartner in Sachen Milchwirtschaft und Schweinepreise – aber auch allgemeine landwirtschaftliche Themen wurden bei dem Informationsbesuch ausgiebig erörtert. Auf dem Weg durch Kuh- und Schweineställe erfuhren Dietmar Reddig und Felix Adamczuk beispielsweise, wie viel Handarbeit die Landwirte bei der Milcherzeugung leisten und welch niedrige Preise am Ende für die Milch gezahlt werden. „Alle zwei Tage werden 800 Liter Milch abgefahren, die von unseren 25 Milchkühen abgegeben wurden“, erklärte Silke Drösemeyer-Hasselbring. Im Mai kamen zirka 12 000 Liter zusammen, für die Hermann Drösemeyer-Hasselbring 21,5 Cent pro Liter erhielt. Nach Abzug der Ausgaben für Futtermittel, Tierarzt, Besamung und Medikamente blieben noch 456,53 Euro übrig, machte der Landwirt deutlich. Von diesem Geld müsse aber noch der Betrieb und die Familie unterhalten werden. „35 Cent pro Liter Milch wären kostendeckend“, ergänzte Tochter Silke. Der Hof in Rodenbostel verfügt über eine Fläche von zirka 100 Hektar, auf zwei Standorte verteilt. „Wir bauen Getreide, Zuckerrüben, Mais und Raps an und bewirtschaften Grünland“, erklärte Hermann Drösemeyer-Hasselbring, auf dessen Hof neben den Milchkühen noch 120 Mastschweine, 25 Bullen, 30 Rinder und 25 Hühner stehen. „Ich beabsichtige, mit Felix Adamczuk, unserem Kandidaten bei der Kommunalwahl am 11. September für den Gemeinderat, noch andere Höfe und Betriebe anzusehen“, kündigte Dietmar Reddig an. „Wir werden das Thema Milchpreis weiter verfolgen und nicht lockerlassen“, sagte er zu. Um die wirtschaftliche Basis seines landwirtschaftlichen Betriebs zu erweitern, setzt der Landwirt auch auf die Windenergie. „Wir sind hier in Rodenbostel ein guter Standort für Windkrafträder“, gab der seinen Besuchern mit auf den Weg. „Die Kontroverse zwischen Naturschutz und Landwirtschaft, beispielsweise beim Thema Windkraftanlagen, möchte ich zukünftig auf Gemeindeebene stärker behandelt wissen“, erklärte Felix Adamczuk.