Mit Pauken und Trompeten ins neue Jahr

Dietrich Ackemann (von links), Martin Stegemeier, Reiner Grams, Axel LaDeur, Frauke Wohlers und Thomas Richter beim Neujahrskonzert in der Brelinger St.-Martini-Kirche. Foto: B. Stache
 
Für die Besucher des Neujahrskonzerts stehen in der Brelinger St.-Martini-Kirche auch Sitzplätze im Altarraum bereit. Foto: B. Stache

Brelinger Orgelbauverein freut sich über viele Besucher in St.-Martini

Brelingen (st). Die fünf Musiker des Mouret-Ensembles Hannover hatten mit ihrer Programm-Ankündigung für das Neujahrskonzert in der Brelinger St.-Martini-Kirche nicht zu viel versprochen – „Mit Pauken und Trompeten“ lautete das Thema des einstündigen Konzerts, das der Orgelbauverein St. Martini Brelingen organisiert hatte. In der Besetzung Dietrich Ackemann, Reiner Grams, Martin Stegemeier (Trompete und Horn), Axel LaDeur (Orgel) und Thomas Richter (Schlagwerk und Pauken) spielte das Ensemble am Sonntagnachmittag begeisternd auf. Assistentin Frauke Wohlers stand dem Organisten beim Umschlagen der Notenblätter zur Seite. Mit Konzerteröffnung ertönten von der Empore hintereinander drei klare Trompetensignale, gefolgt vom Zusammenspiel der drei Trompeter mit der „Fanfare for St. Edmundsbury“ von Benjamin Britten. Orgelbau-Vereinsmitglied Dietrich von Mirbach begrüßte anschließend die Konzertgäste und stellte die Mitglieder des Mouret-Ensembles vor, die während des gesamten Konzerts von der Empore aus spielten. Für die Besucher standen im Altarraum der Kirche zusätzliche Sitzplätze bereit. Von Mirbach dankte allen, die zum Gelingen des Neujahrskonzerts beigetragen hatten. Als zweites Stück präsentierte das Mouret-Ensemble in voller Besetzung (drei Trompeten, Orgel und Trommel) ein Werk von König Heinrich VIII., „Pastime with good company“, das mit seiner martialisch anmutenden Trommel gefiel. Ruhig und getragen dagegen das auf der Orgel gespielte Weihnachtslied „Noel huron“ von Denis Bedard, gefolgt von einem musikalischen Feuerwerk, kraftvoll und beschwingt von Axel LaDeur an der Orgel gespielt – die Toccata sur „Il est né le divin enfant“. Das harmonische Zusammenspiel von Orgel und Trompete zelebrierten die hannoverschen Musiker bei der italienischen Barocksonate F-Dur Nr. 1 von Pietro Baldassari mit „Grave“. Der kraftvolle, satte Sound zweier Flügelhörner, dazu fast schon filigrane Orgeltöne, bestimmten Georg Philipp Telemanns Sonate d-moll. Es folgte ein Stück von Alexandre Guilmant, „Offertoire sur le noël“, das Axel LaDeur an der Orgel anfangs mit sehr behutsamen Passagen spielte und zu einem furiosen Schluss führte. Nach dem schwungvoll und harmonisch vorgetragenen Stück für drei Trompeten, Schlagzeug und Orgel, einer Pavane über ein provenzalisches Weihnachtslied von Hans André Stamm, erfüllte Astor Piazzollas „Ave Maria“ in der Besetzung Trompete und Orgel das Kirchenschiff in Brelingen. Das Jagdhorn (Corno da caccia) und Orgel kamen bei „March of joy“ von Hans André Stamm zum Einsatz, bevor das Orgelspiel des bekannten Kirchenliedes „Venite adoremus“ von Louis James Alfred Lefébure-Wély erklang. Den grandiosen Abschluss des Neujahrskonzerts bildete Jean-Joseph Mourets „Sinfonies des fanfares“ mit seiner barocken Klangkraft, vorgetragen mit drei Trompeten, Pauken und Orgel. Mit den Worten „Es hat Spaß gemacht, hier in der tollen Kirche spielen zu können bei diesem begeisterten Publikum. Bleiben Sie uns gewogen“, verabschiedete sich Axel LaDeur mit dem Mouret-Ensemble Hannover aus Brelingen. Als Zugabe wurde der letzte Satz aus der Mouret-Sinfonie gespielt: „Eine französische Aufzugsmusik. Das Stück wurde für Ludwig XIV. geschrieben“, erklärte Organist Axel LaDeur. Nach dem Konzert nutzten viele Besucher die Gelegenheit bei Brot und Wein ihre guten Wünsche zum neuen Jahr auszutauschen. Dietrich von Mirbach hatte bei seiner Begrüßung die Gelegenheit genutzt, auf die kommenden Konzerte im Rahmen von WinterJazz Brelingen hinzuweisen. Am Sonnabend, 21. Januar, eröffnet das Katharina Maschmeyer Quartett und Nippy Noya mit „A Love Supreme - Tribute to John Coltrane” um 20 Uhr in der St.-Martini-Kirche Brelingen den attraktiven Konzertreigen.