Mit „Pomp and Circumstance“ verabschiedet

Die zehn besten Schüler der drei Abschlussklassen der Realschule Wedemark werden besonders geehrt. Foto: B. Stache
 
Zu „Pomp and Circumstance“ ziehen die Realschüler mit ihren Lehrern zur Verabschiedung in das Forum Campus W ein. Foto: B. Stache

Jugendblasorchester Wedemark begleitet den Einzug der Realschüler ins Forum

Mellendorf (st). Feierlich und fröhlich verlief am Freitagnachmittag die Verabschiedung der zehnten Klassen der Realschule Wedemark. Zu „Pomp and Circumstance“, gespielt vom Jugendblasorchester Wedemark, zogen die Schulabgänger in das bis auf den letzten Platz besetzte Forum Campus W. ein. Realschulleiter Jens Szabo nannte die zu verabschiedenden Schüler „unsere heutigen Hauptpersonen“, begrüßte dazu deren Angehörige und Freunde sowie die Lehrer. „Von den 77 Schülerinnen und Schülern der drei zehnten Klassen verlassen 72 die Realschule und fünf wiederholen die zehnte Klasse zur Erlangung eines höherwertigeren Abschlusses“, erklärte der Schulleiter in seiner Begrüßungsansprache. „Von den 77 Absolventen erreichten zwei den Hauptschulabschluss, 25 den Realschulabschluss sowie 45 den Erweiterten Sekundarabschluss I und das sind beachtliche knapp 60 Prozent“, zählte er auf. Als Ehrengäste nahmen Bürgermeister Helge Zychlinski, 1. und 2. Vorsitzende des Schulelternrats Silke Tobschall und Monika Kegel, Fördervereinsvorsitzender Thomas Frantz und Swantje Klapper als Leiterin des Gymnasiums an der Verabschiedung teil. Auch die Ratsmitglieder Jessica Borgas, Walter Zychlinski und Erik van der Vorm hieß der Schulleiter herzlich willkommen. Der Förderverein des Schulzentrums Wedemark war ebenso vertreten wie die Volksbank und Hans-Henning Burtz aus dem ersten Abschlussjahrgang der Realschule Wedemark. In seinem Grußwort erinnerte Bürgermeister Helge Zychlinski die Absolventen daran, dass der heutige Tag ein besonderer Meilenstein in ihrem Leben sei. Die Schule habe sie auf diesen Tag vorbereitet, an dem sie zu entscheiden hätten, wie es weitergeht – mit dem Einstieg in das Berufsleben oder Fortsetzung der Schulzeit an weiterführenden Schulen. Silke Tobschall erklärte: „Ich freue mich, dass ihr es heute geschafft habt.“ Damit gehe eine zehnjährige Geschichte mit Pauken und Büffeln an der Realschule zu Ende. Die Schulelternratsvorsitzende nutzte die Gelegenheit, sich und ihr Team ebenfalls zu verabschieden. Die drei Schülersprecher dankten ihren Lehrern, Eltern und dem Förderverein für die Unterstützung. „Das waren 7.200 Stunden, die wir in der Schule saßen“, hatten sie errechnet. Zum Abschied lieferten sie drei Zitate: „Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung“, „Schule ist jenes Exil, in dem der Erwachsene das Kind solange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören“ und „Was er ist und was er war, das wird uns erst beim Abschied klar“. In seiner humorvollen Festansprache dankte Schulleiter Jens Szabo den Lehrern der drei Abschlussklassen für die intensive und optimale Vorbereitung der Schüler auf die Abschlussprüfungen. An die Eltern gewandt erklärte er: „Sie können heute allesamt stolz auf das sein, was ihre Kinder in diesem Jahr geleistet haben.“ Für große Erheiterung sorgten zahlreiche Zitate der drei Klassenlehrer, die Jens Szabo in lockerer Form vorlas. „Man konnte sich insgesamt auf diesen zehnten Jahrgang einfach verlassen. Der Abschlussstreich am Mittwoch war dafür ein gutes Beispiel. Alles lief wie abgesprochen, auch das Aufräumen klappte super!“, lobte der Schulleiter und fügte hinzu: „Beim Mottosponsorenlauf am Freitag habt ihr geglänzt. Und das war nach der anstrengenden Zeit mit euren Abschlussarbeiten und den mündlichen Prüfungen nicht selbstverständlich!“ Viel Beifall gab es für seinen Vergleich der Schulzeit mit dem Fußball. „Auch in dieser Saison gab es wieder viele spannende wie auch langeilige Spiele. Genauso ist es mit den über 10.000 Unterrichtsstunden in den zehn Jahren eurer Schulzeit gewesen. Bei einigen von euch sind vielleicht noch Unterrichtsstunden dazugekommen. Mal wart ihr in Hochform, da hat es Spaß gemacht mit euch zu arbeiten. Mal hattet ihr Schwächeperioden und nur intensivstes Training und Motivationsprogramm eurer Trainer – in der Schule heißen sie Lehrerinnen und Lehrer – haben euch wieder in Form gebracht“, formulierte Jens Szabo. „In eurer gesamten Schulzeit musstet ihr in jedem Schuljahr bis zuletzt kämpfen, um eure Ziele zu erreichen. Ausdauer war ganz wichtig. Einsatz, Fleiß und Konzentration waren bis zur letzten Minute erforderlich, sonst hättet ihr ein schon fast erreichtes Ziel noch verpasst. Auch mentale Stärke wurde euch abverlangt. Nichts ist schlimmer, als in der letzten Minute noch den entscheidenden Treffer zur Niederlage zu kassieren. Ihr habt alle das letzte Schuljahr an der Realschule Wedemark – das Endspiel – erreicht und dürft euch jetzt am Ende des Finales als Sieger fühlen.“ Mit erheiternden Zitaten aus der Welt des Fußballs, beispielsweise Jürgen Klinsmanns „Der Rizzitelli und ich – wir sind schon ein tolles Trio“, schloss der Schulleiter seine Ansprache. Es folgten die Ausgabe der Abschlusszeugnisse, von vielen Dankesworten der Klassenlehrer und Klassensprecher begleitet, Übergabe von Geschenken sowie die Abschlusspräsentationen der drei Klassen. Für ihre hervorragenden Leistungen wurden die zehn besten Schüler besonders geehrt: Maylin Cordes und Annabel Knigge (jeweils 1,14), Rahel Wöhler, Noah Aron Lindwedel, Rosalina Schull, Inga Jungclaus, Leonie van Geldern, Zakir Rasooly, Jördis Baumgart und Kaya Steffens. Dem Chor des Lehrerkollegiums der Realschule Wedemark spendeten Schüler und Gäste für das Abschiedslied „Entschuldigen Sie…“ von Udo Lindenberg viel Applaus.