„MTV-Sportpark unglaublich professionell“

CDU-Bundestagskandidat Dr. Hendrik Hoppenstedt (3. v. r.) mit CDU-Vertretern beim MTV: (v. l.) Konstanze Giesecke, Rudi Ringe, Susanne Brakelmann, Günter Stechmann und Jessica Borgas. Foto: A. Wiese

Rundreise des CDU-Bundestagskandidaten Dr. Hendrik Hoppenstedt durch die Wedemark

Wedemark (awi). Acht Kommunen gleichzeitig im Blick zu haben, das ist nicht einfach. Da müssen die Kandidaten für die Bundestagswahl ihre Zeit gut einteilen. CDU-Kandidat Dr. Hendrik Hoppenstedt war am Donnerstag zur Abwechslung mal wieder einen Tag in der Wedemark unterwegs. Vier Stationen standen in seinem Kalender: CKD-Bissendorf. das im Bau befindliche Sportzentrum des MTV in Mellendorf, die Schlachterei Dettmes in Elze und der Industriehof in Scherenbostel.
Auftakt war bei Logistik international, früher ckd wedemark, mit 292 Mitarbeitern. Ckd – das steht für completly knocked down, das ist das Verpacken von einzelnen Teilen für die Produktion im Ausland, und skd bedeutet semi-knocked down: komplette demontage von fertigen Neufahrzeugen für Übersee. Die CDU-Delegation besichtigte die Montagestraße, wo momentan der Audi Q7 innerhalb von 30 Minuten auseinander gebaut wurde. Momentan gibt es allerdings Probleme, da in Wolfsburg durch den Hagel am letzten Wochenende 8000 Fahrzeuge beschädigt wurden und in Bissendorf fehlen, erfuhr Hoppenstedt. Außer den Produktionshallen sah sich die CDU auch noch den neuen Fitnessraum für die Mitarbeiter an. Hoppenstedt: „VW Logistik International ist für die internationalen Aktivitäten des VW Konzerns wichtig. Mir war so noch gar nicht bewusst, dass der Export vieler Fahrzeuge des Konzerns über die Wedemark führt. “
Vom neuen Sportzentrum des MTV in Mellendorf an der Industriestraße zeigte sich der CDU-Kandidat schwer beeindruckt: „Das ist ja unglaublich professionell, wie ein Bundesleistungszentrum. Das beschert dem MTV garantiert noch mal einen großen Mitgliederzuwachs. Eine Sportstätte dieser Qualität sucht man sonst in der Region vergebens.“ MTV-Vorsitzender Günter Stechmann und sein Stellvertreter Rudi Ringe führten Hoppenstedt über die Fußballplätze mit Rollrasen, Kunstrasen und frisch eingesätem Rasen sowie durch den Rohbau des Clubheims mit Halle, Gymnastikraum und Gaststätte. Hoppenstedt zollte sowohl dem Verein für seinen Mut, Kredite in dieser Höhe aufzunehmen und das Engegament bei den Eigenleistungen Respekt als auch der Kommune für ihre Idee, die gesamte Sportanlage zu verlegen und neu aufzuziehen und aus dem bestehenden Sportplatz Bauland zu generieren. Stechmann und Ringe betonten die große Unterstützung durch die Mitglieder, die fleißig mit zupacken und – wie im Falle der Leichtathle-
tikabteilung – auch dann die notwendige Beitragserhöhung mittragen, wenn sie selbst nicht am neuen Standort vertreten sein werden. Die Leichtathleten nutzen auch weiterhin die Schulsportanlage am Schulzentrum. Viel versprechen sich die Vorstandsmitglieder von der Vereinsgaststätte, die vom renommierten Pächter der Vereinsgaststätte am Schützenheim in Brelingen übernommen, aber nicht wie dort griechisch, sondern mediterran geführt werden wird. In Brelingen bleibt alles, wie es ist. Den Pachtvertrag haben die beiden Vertragspartner langfristig für zehn Jahre mit der Option für weitere zehn Jahre abgeschlossen. Die Gaststätte soll sowohl für die Clubmitglieder als auch für Auswärtige offenstehen.
Um leibliche Genüsse ging es auch bei Hoppenstedts nächstem Termin bei der Landschlachterei und Partyservice Dettmers in Elze. In dem 14 Mitarbeiter starken Betrieb ist Eigenschlachtung die Grundlage der Qualitätssicherung, nur Mailänder Salami und Geflügelprodukte werden zugekauft. Hoppenstedt interessierte sich für die Herkunft der Tiere. Die Frage war schnell beantwortet: Kurze Wege sind Carsten Dettmers absolut wichtig. Die Schweine kommen aus der Nachbarschaft direkt aus der Hohenheider Straße. Die Bullen stammen aus Ibsingen. Pro Woche werden 12 bis 14 Schweine und alle zwei Wochen ein Großtier geschlachtet. 250 verschiedene Produkte sind im Angebot. Eine Frage konnte sich Hoppenstedt nicht verkneifen: „Ist das Fleisch, das man im Supermarkt an der Fleischtheke kauft, denn nun wirklich qualitativ so viel schlechter als bei Ihnen?“ Dettmers betonte daraufhin nur erneut, dass jeder Meter Straßentransport durch den Stress für die Tiere die Fleischqualität mindere. Bestätigen musste er Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung. Es sei nichteinfach Lehrlinge zu gewinnen. Dies sei vor allem dem schlechten Image des Fleischerhandwerks geschuldet. Hoppenstedts Fazit: „Die Landschlachterei Dettmers beeindruckt durch höchste Qualität und eine lokale Vernetzung mit Landwirten, so dass die Produktion von Fleisch völlig transparent ist. Genau das suchen Verbraucher.“
Letzte Station war der Industriehof Scherenbostel, Fachgroßhandel für Landmaschinenteile. Es sei ein reiner Handelsbetrieb mit 55 Mitarbeitern, davon 20 im Lager, zehn im Außendienst, den es seit 1976 gibt. 50 Prozent der Ware werden an Landmaschinenteilereparaturbetriebe, 50 Prozent an Erstausrüster geliefert. In Scherenbostel werden Produkte aus der ganzen Welt umgeschlagen. Der Vertrieb ist über einen Außendienst organisiert. Der Industriehof beschickt rund 15 Messen im Jahr und hat ein geschlossenes Onlineeinkaufssystem. Familie Rodenbostel beschäftigt ständig zwei Auszubildende. „Beim Industriehof habe ich einen international agierenden, aber gleichwohl sehr bodenständigen Betrieb kennengelernt, der Landmaschinenteile sehr erfolgreich vertreibt“, bilanzierte Dr. Hendrik Hoppenstedt.