Multikulturelles Brotbacken im Hort

In der Küche beim Backen verschiedener Brotsorten und Gebäckstücke wurde Integration gelebt und auch Rezepte untereinander ausgetauscht, freute sich Hortleiter Reemt Bartels (hintere Reihe).

Eine tolle Idee, um die Eltern einzubinden und aufeinander zuzugehen

Elze (awi). Auf diesen Nachmittag hatten sich Kinder, Eltern und Hortbetreuer lange gefreut: Im Hort in Elze wurde zum „multikulturellen Brotbacken“ eingeladen. Und es gab an diesem Mittwochnachmittag nicht nur Brot, sondern einiges mehr. Was sich hinter den fremden Begriffen verbarg, das stand zum einen auf den Schildern aus buntem Tonkarton, und musste andererseits mittels Probieren herausgefunden werden. „Die Eltern der Hortkinder haben die Aktion selber organisiert“, erklärte Hortleiter Reemt Bartels bei der Begrüßung. Großeltern, Eltern, Kinder und alle Interessierten waren eingeladen, gemeinsam Brot und anderes Gebäck aus verschiedenen Ländern zu backen und zu verkosten. Dazu gab es Kürbissuppe und thailändische Frühlingsrollen gegen eine Spende. Außerdem konnten sich die Besucher bei Kaffee und anderen Getränken über alles Wichtige und Alltägliche austauschen. Der Erlös des Nachmittages wird für eine Freizeittour der Hortkinder verwendet. „Je mehr Spenden erzielt werden, umso größer und länger kann die Fahrt werden“, kündigte Reemt Bartels an, der den Hort, den Kinder aus fünf oder sechs Nationen besuchen, seit etwas über zwei Jahren leitet. Er bedankte sich bei seinem Team für die großartige Vorbereitung. Das Team wiederum überreichte den Elternvertreterinnen Steffi Zickermann und Sevta Karaismaloglu jeweils einen Blumenstrauß für deren Unterstützung. Dann waren es genug der Worte und es wurde geschlemmt: die syrischen, polnischen, dänischen, aber natürlich auch deutschen Brote und Speisen fanden allesamt großen Anklang. Im Hort werden jedes Halbjahr ein bis zwei Familienfeste gefeiert, aber dieses kam besonders gut an. „Wir wollten mit dieser multikulturellen Veranstaltung mit Blick auf die Familien, die nicht aus Deutschland kommen, auch vor dem tagespolitischen Hintergrund Zeichen setzen“, sagte Hortleiter Reemt Bartels: „Wenn alle alles probieren und sich dann gegenseitig nach den Rezepten fragen, weil es so lecker geschmeckt hat, dann ist auch das gelebte und gelungene Integration!“