Museumspädagogische Aktionen für Kids

Museumsleiter Karl-Hans Konert (2. v. r.) bedankte sich bei Peter Schmid vom Museumsfreundeskreis, Peter Asendorf von der Firma Metallgestaltung Asendorf aus Brelingen und Christian Zeymer von der Fuhrberger Zimmerei für die tatkräftige Unterstützung. Hauke Andresen probiert schon mal probeweise ein Gefach auseinanderzunehmen. Foto: A. Wiese

In den Herbstferien geht es los: Aktionsvormittage im Richard-Brandt-Heimatmuseum

Bissendorf (awi). Der neue Museumsleiter Karl-Hans Konert hält, was er bei seiner Einführung versprochen hat: Das Heimatmuseum geht offensiver auf die Bürger zu, insbesondere auf die Kinder. Hinter den Kulissen hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Offizieller Auftakt der museumspädagogischen Aktionen für Kinder ist in den Herbstferien. Für diesen Zweck haben die Fuhrberger Zimmerei ein Gefach zum Auseinanderbauen und die Firma Metallgestaltung Asendorf aus Brelingen eine Kienleuchte gebaut und dem Museum spendiert. Bei einem Pressetermin am Mittwoch bedankte sich Museumsleiter Karl-Hans Konert bei Zimmerei-Geschäftsführer Carsten Zeymer und Peter Asendorf für das Sponsoring.
An Kinder zwischen fünf und acht Jahren richtet sich das Angebot in den Herbstferien. An zwei Terminen bietet das Heimatmuseum Aktionsvormittage an: Am Dienstag, 16. Oktober, und am Dienstag, 23. Oktober. Die genaue Zeit und der Ort werden noch bekannt gegeben. Geplant sind Korn dreschen mit einem kindgerechten Dreschflegel, Licht machen mit einem Kienspan in einer Kienleuchte oder Holzgefache zusammenbauen und zerlegen wie ein Zimmermann an einem Fachwerkhaus. Da die Gruppen maximal aus zehn Jungen und Mädchen bestehen können, wird um Anmeldung unter Telefon (0 51 30) 79 03 96 bei Karl-Hans Konert gebeten. Hintergrund der Aktion: Die Kinder sollen die Arbeit und das Leben auf dem Dorfe vor hundert Jahren selbst erfahren können. „Die Kinder sollen forschen“, erklärt Peter Schmid vom Freundeskreis des Museums, „sie sollen das Museum als Mitmach-Museum in der Gegenwart erfahren und erleben, dass alte Techniken zum Teil in die Gegenwart übertragen worden sind“. Die Ferienaktionen sind nur der Auftakt. Karl-Hans Konert und seine Helfer vom Freundeskreis hoffen, mit dem neuen Konzept, das gerade in der Endphase der Entwicklung ist, Kindergärten und Grundschulen ansprechen zu können. Wenn es ausgereift ist, wollen sie es den Schulen dann persönlich vorstellen. Um diese Aktionen auch wirklich realistisch durchführen zu können, bedarf es vielerlei Utensilien aus alter Zeit. So musste zum Beispiel eine Kienleuchte geschweißt werden und zwei Holzgefache zum Zerlegen mit dem Holzhammer für die Kinder geschaffen werden. „Ohne die Unterstützung der Fuhrberger Zimmerei und von Peter Asendorf hätten wird das nicht geschafft, denn unser Budget ist knapp.“ betonte Konert.