NABU Wedemark packt es an

Wilfried Schulz (von rechts), Martin Lilienthal und Wolf-Peter Stiegler sehen Hartwin Diesing beim Gießen der Heckenpflanzen zu, während andere NABU-Mitglieder den Schutzzaun errichten. Foto: B. Stache

Anpflanzung als Schutz und Nahrungsquelle für Insekten und Kleinvögel

Negenborn (st). Mit Spaten, Werkzeug und Gießkanne machten sich am frostigen Sonnabend zehn NABU Wedemark-Mitglieder und Freunde mit dem 1. Vorsitzenden Martin Lilienthal am vereinseigenen Waldgrundstück nördlich von Negenborn an die Arbeit. Es galt, eine Schutzhecke aus heimischen Gehölzen, Weißdorn und Stieleiche, zu pflanzen und mit einem zirka 160 Zentimeter hohen Schutzzaun gegen Wildverbiss zu sichern. „Die Hecke dient dem Schutz der dahinterliegenden Wiese vor Pestiziden“, erklärte Biologe Wilfried Schulz im Beisein von NABU-Schriftführer Wolf-Peter Stiegler, der das aktuelle Projekt gemeinsam mit Hans-Georg Plumhoff leitet. Wenn sich die neue Hecke entwickelt hat, wird sie vor allem Insekten und Kleinvögeln Schutz und Nahrung bieten. Die Wiese wird weiterhin so gepflegt, dass der Artenreichtum heimischer Blütenpflanzen gefördert wird. Wolf-Peter Stiegler und Hans-Georg Plumhoff sind sicher, dass noch im Laufe der Zeit weitere Tiere in diesem Gebiet eine Heimat finden werden. In den beiden vergangenen Jahren hatten Mitglieder des NABU Wedemark das vereinseigene Waldstück im Norden von Negenborn entschlammt und allerlei Unrat wie alte Reifen, Bitumen- und Asbestplatten fachgerecht entsorgt. Dank eigener Quellen werden dort Teiche mit Wasser versorgt und dienen besonders Fröschen und anderen Amphibien als Laichgebiet. In diesem Biotop wurden bei zirka 200-stündigen, ehrenamtlichen Einsätzen auch Quartiere für den Waldkauz und Fledermäuse geschaffen, darunter sogenannte Wochenstuben für die Fledermausmütter mit ihren Kindern.