Nach dreimonatiger Bauzeit

Stolz präsentieren Horst Gieseke (rechts) und Wolfgang Bayer die neue Torfhütte am Mooriz. Foto: © Nico Schlüter

Das Mooriz in Resse hat eine Torfhütte

Resse. Seit kurzem hat das Mooriz eine weitere Attraktion für Besucher vorzuweisen. Im Außenbereich am Minimoor ist nach dreimonatiger Bauzeit eine Torfhütte nach Muster alter Schutzhütten im Moor entstanden. 110 Stunden Ehrenamtsarbeit haben die Baumeister und Mooriz-Betreuer Horst Gieseke und Wolfgang Bayer aufgewendet, um die Torfhütte wetterbeständig und stabil aufzubauen. Ein Holzstamm-Fachwerk dient als Gerüst. Nachdem es stand, wurden dann die Fachwerke in vielen Stunden akribischer Kleinarbeit mit alten Torfsoden ausgefüllt. Als Dach dient eine Holzplatte mit Schutzplane, eingedeckt mit witterungsbeständigem Stroh, in Birkenholzstämme eingefasst. Die Idee zum Bau der Torfhütte entstand, als im letzten Jahr das Torfmuseum in Neustadt am Rbge. aufgelöst wurde. Die Torfhütte war dort ausgestellt, allerdings als Indoor-Variante. Mit Torfsoden als Wandverkleidung war sie in eine Nische gebaut. Das Mooriz meldete Bedarf an und bekam die Torfhütte mit weiteren Exponaten, unter anderem einem echten Moorprofil, von der Region zugesprochen. Da der Aufbau der Hütte in den Ausstellungsräumen des Mooriz aus Platzgründen nicht möglich war, begann Horst Gieseke mit den Plänen und der Statik für den Bau im Außenbereich am Minimoor. Begeistert vom Bau im Außenbereich meldete sich sogleich Wolfgang Bayer als tatkräftige Unterstützung und das Bauteam war komplett. Neben dem neuen Fachwerkgerüst bestehen die Wände und der Boden nun aus den Torfsoden der Hütte in Neustadt am Rbge. und das alte, nicht wetterbeständige Strohdach wurde für eine Lagerstatt innerhalb der Hütte genutzt. Außerdem sind einige Deko-Gegenstände aus früheren Zeiten eingezogen, sodass die Hütte einen äußerst wohnlichen Charakter bekommen hat.