„Nachbarn für Nachbarn" als Motto

„Bürgerinteressengemeinschaft für uns Wietzer" tritt an der Wietze an

Bissendorf-Wietze (awi). Zwei bekannte und ein unbekanntes Gesicht stehen bei der Kommunalwahl am 11. September für die BIGW. Das bedeutet „Bürgerinteressengemeinschaft für uns Wietzer". Das Motto der drei Kandidaten lautet „Nachbarn für Nachbarn, Bürger für Bürger und Wir für uns Wietzer". Maibom und Schützendübel wissen, wovon sie reden, sie sind seit fünf Jahren im Ortsrat Bissendorf-Wietze, zweieinhalb Jahre davon parteilos. Die Ziele der BfW (Bürger für Wietze), für die sie 2011 angetreten waren, hatten sich zwar nicht verändert, „aber der Weg ist ein anderer geworden", verklausuliert Bernd Schützendübel es diplomatisch. Als er und Claudia Maibom hörten, dass in Bissendorf-Wietze im September nur die etablierten Parteien an den Start gehen würden, holten sie Franz-Jürgen Schirmer ins Boot und gründeten die BIGW. „Wir haben eine Menge gesehen und Erfahrungen gemacht, einiges verhindert, anderes neu eingebracht, insbesondere das, was Nachbarn und Mitbürger uns mit auf den Weg gegeben haben", erklären Maibom und Schützendübel. Vieles, was der Ortsrat Bissendorf-Wietze in seiner ersten Periode angeschoben habe, sei noch nicht zu Ende gebracht worden. „Jetzt auszusteigen wäre zu früh", sind sie sich einig. Im neuen Ortsrat müssten sich nach der Wahl Mehrheiten finden. „Man sieht häufig, dass die etablierten Parteien der Verwaltung gegenüber zu kompromissbereit sind, um den eigenen guten Draht zur Verwaltung nicht zu gefährden. Das ist nicht unser Ding", meint Bernd Schützendübel. Und das gelte auch über Ortsgrenzen hinweg gegenüber anderen Parteien. Die Bauleitplanung sei ein gutes Beispiel dafür. Die beiden Parteilosen als fünfte Kraft im Ortsrat hätten ihre Möglichkeiten zu sehen, zu verhindern und zu beeinflussen, nach Kräften genutzt. „Ohne so ein Kontrollorgan wie uns Unabhängige können die etablierten Parteien in so einem Ortsrat machen, was sie wollen und deshalb wollen wir wieder mitmischen", sagen Schützendübel, Maibom und Schirmer. Die Bauleitplanung für Bissendorf-Wietze sei, auch wenn SPD und Grüne von „zurückbeordern" und „Arbeitskreis" sprächen, noch lange nicht vom Tisch. Der Lärmschutz sei gar nicht angegangen worden. Hier sei der Handlungsbedarf nach wie vor akut, das Verhalten der Grünen in puncto Bauleitplanung mehr als verwunderlich. Zum Thema Baumschutzsatzung hat die BIGW eine klare Haltung: „Entweder eine Baumschutzsatzung für alle Orte der Wedemark oder für keinen!"