Nächste Straßenvollsperrung kommt

In angeregter Diskussion: (v. l.) Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen, Frank Thomas von Regiobus, Hagen Leinemann von der Landesbehörde Straßenbau, Lars-Eike Brandes von der Verkehrssicherung, Wulf-Hendrik Kohl von der ausführenden Firma Eurovia-Teerbau Gmb

Mellendorf-Wennebostel und Bissendorf-Bissendorf/Wietze sind wieder frei

Wedemark (awi). Das Thema der Woche in der Wedemark hieß „Straßenbau“ und „Straßensperrung“ und daran wird sich wohl auch erst einmal nichts ändern. Denn wenn auch früher als geplant die Sperrungen zwischen Mellendorf und Wennebostel (voll) und zwischen Bissendorf und Bissendorf/Wietze (halbseitig) zum Ende der Woche bereits wieder aufgehoben werden konnten, ist die nächste Baustelle mit Vollsperrung bereits in Vorbereitung: Sobald die Sanierung der L383 in dem Streckenabschnitt zwischen Mellendorf und Brelingen beendet ist – voraussichtlich Ende nächster Woche bei günstigen Witterungsverhältnissen – wird der nächste Streckenabschnitt der L 383 zwischen Brelingen und Negenborn in Angriff genommen.
Bei einem Ortstermin gestern morgen am Schützenhaus in Brelingen begründete Wulf-Hendrik Kohl von der bauausführenden Firma Eurovia Teerbau GmbH, warum seine Arbeit aus wirtschaftlichen und gesetzmäßig vorgegeben Sicherheitsgründen die Sanierung der Fahrbahn nur unter Vollsperrung vornehmen können. Ein echtes Problem für Frank Thomas von der RegioBus: „Eigentlich geht das gar nicht. Wir müssen die pünktliche Beförderung des Schülerverkehrs sicherstellen. Mit Umleitungen über Resse oder auch Duden-Rodenbostel-Elze ist das nur unter erheb-
lichem Kosten- und Zeitmehraufwand möglich.“ Das Argument der Sicherheit der Arbeit akzeptierte Thomas jedoch natürlich auch. Er einigte sich mit Wulf-Hendrik Kohl auf den Kompromiss, dass die Linienbusse wäh-rend der vorbereitenden Fräsar-beiten passieren können und nur während der Asphaltierungsarbeiten einen Umweg fahren müssen. Die Straßenbaubehörde habe bereits reagiert und tiefer in die Tasche gegriffen, um die Arbeiten zu beschleunigen, erläuterte Hagen Leinemann von der Behörde. Indem man sich kurzfristig auf eine andere, nicht ganz so vonder Witterung abhängige Ausbauweise geeinigt habe, sei die Behörde bereits tätig geworden. Rolf Wenda, Einsatz- und Streifendienstleiter der Polizei, äußerte sein Unverständnis darüber, dass solche Baumaßnahmen im Herbst erledigt würden, wo bekanntlich mit Verzögerungen durch die Witterung zu rechnen sei. Dies sei eine politische Entscheidung in Zusammenhang mit den Haushaltsmitteln, bekam er daraufhin von den anderen Beteiligten zu hören. Eine gute Nachricht hatte Annika Duthoo von der Straßenmeisterei Berenbostel für die Teilnehmer des
Ortstermins: Die durch unvorhersehene Probleme mit dem Unterbau hervorgerufene Verzögerung bei der Straßensanierung am Kiebitzkrug werde jetzt zügig aufgeholt. Diese Baustelle hatte den FDP-Ratsherrn Erik van der Vorm aus Scherenbostel so verärgert, dass er am Donnerstag kurzfristig einen Pressetermin anberaumte: „Die anderen Baustellen werden ja sehr gut abgearbeitet, aber die Baustelle Kiebitzkrug an der L 190 ist unzumutbar und nicht hinnehmbar. Zwei Wochen hat sich dort gar nichts getan. Das ist für die Autofahrer, die dort ewig im Stau stehen, nicht nachvollziehbar.“ Van der Vorm forderte, solche umfangreiche Baumaßnahmen früher im Jahr und nicht parallel zu anderen Baumaßnahmen zu planen.