Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche

Die Schüler zogen mit viel Einsatz die teilweise über einen Meter hohen Kiefern und Birken von Hand aus dem Moorkörper.
 
Die Verpflegung besonders mit Heißgetränken kam bei den Schülern gut an.

Gymnasiasten praktizieren Naturschutz auf dem Moor

Resse. Im Rahmen des Natur-Netz Niedersachsen fand in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge die Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche statt. Auch das Mooriz beteiligte sich erneut an der Aktion und mithilfe von fleißigen Helfern des Gymnasiums Mellendorf konnten zum wiederholten Male Moorpflegemaßnahmen auf der Hannoverschen Moorgeest stattfinden. Gerätschaften und reichhaltige Lunchpakete mit Heißgetränken wurden von der Bingo-Umweltstiftung gefördert und vor allem das Heißgetränk kam bei Wintereinbruch sehr gut an. Die Schulklasseneinsätze in diesem Winterhalbjahr sollten ursprünglich nach Absprache aller Beteiligten am Resser Moorerlebnispfad auf dem Otternhagener Moor beginnen.
Der frühe Wintereinbruch hatte diesen Plan zunächst verhindert. Während die Klasse 8a unter Leitung von Christian Kossenjans und Jürgen Kowahl für den Einsatz voller Tatendrang von der Bushaltestelle zum Moorerlebnispfad wanderte, brachen dicke Äste mit erheblicher Schneelast aus den Kronen alter Bäume und fuhren mit großer Wucht auf den Waldboden. Der geplante Einsatz unter Bäumen im Moor musste deshalb kurzfristig abgesagt werden, weil er lebensgefährlich gewesen wäre. Als Ersatzmaßnahme entschloss sich Folke Hein für eine in der Nähe befindliche Fläche auf dem Schwarzen Moor, die bereits vor mehreren Jahren vom Gymnasium komplett entkusselt wurde. In herrlichster Winterlandschaft, bei leichtem Schneefall, zogen die Schüler mit viel Einsatz die teilweise über einen Meter hohen Kiefern und Birken von Hand aus dem Moorkörper, damit diese Bäume im älteren Stadium mit ihrem Wurzelwerk kein Wasser dem Moor entziehen und mit ihren Kronen der typischen Moorvegetation nicht das Licht nehmen. Auch im Schnee war die an dieser Stelle zu fördernde Glocken- und Besenheide neben der Rosmarinheide und den Torfmoosen zu finden.
Das Herausziehen dieser Bäume einschließlich der Wurzel war deutlich anstrengender als das einfachere Abschneiden unter Zuhilfenahme der mitgebrachten Astscheren und Sägen, hatte jedoch den großen Vorteil, dass diese Bäume nicht mehr in den nächsten Jahren neu austreiben können und dann weitere Probleme bereiten würden. Der nächste Einsatz des Gymnasiums zwei Tage später erfolgte wie geplant auf dem Moorerlebnispfad im Otternhagener Moor. Die Klasse 9b unter Leitung von Ute Völker und Jürgen Kowahl entfernten Bäume auf einem Moordamm, um private und von den Landesforsten zur Verfügung gestellte Flächen zu erschließen. Hier entfernten die Schüler mit viel Fleiß Kiefern und Birken unter Aufsicht mit einem Durchmesser von bis zu angestrebter Bierdeckelgröße. Diese Vorgabe wurde aufgrund der Einsatzfreude gelegentlich überschritten. Die Äste wurden neben dem Damm abgelegt und zu verwertendes Holz wurde für den Abtransport am Dammrand in Stücke geschnitten gestapelt. Zu starkes Holz wurde von Folke Hein mit der Motorsäge umgeschnitten und zerlegt. Der Einsatz beider Klassen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt war vorbildlich. Tatkräftige Unterstützung erfolgte durch die FÖJlerin des Mooriz Katharina Bauer und durch Horst Gieseke. Allen Beteiligten haben die Einsätze Spaß bereitet und der Gewinner dieser Aktion war die Natur.