Negenborn gewinnt Gemeindewettkampf

Caren Peters nahm für Negenborn den Siegerpokal aus den Händen von Ausbildungsleiter Axel Fischer entgegen. Foto: A. Wiese

Nach der gelungenen Veranstaltung legte Ausbildungsleiter Axel Fischer sein Amt nieder

Abbensen (awi). Wer bei den Gemeindewettkämpfen der Wedemärker Feuerwehren am Sonnabend bis zum Schluss blieb, wurde Zeuge eines weiteren Rücktritts aus den Reihen der Feuerwehr: Nach der Siegerehrung legte der Mellendorfer Axel Fischer nach zwölf Jahren sein Amt als Ausbildungsleiter nieder. Wie mehrere Funktionsträger der Feuerwehr in den letzten Wochen erklärte auch Fischer in seiner ruhigen und sachlichen Art nur ganz knapp, er habe diese Entscheidung aus persönlichen Gründen getroffen und wolle sich dazu weiter nicht äußern. Die Vertretung wird zunächst der letzte Woche neu gewählte stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss übernehmen, der ebenso wie der neue Gemeindebrandmeister Maik Plischke im Rahmen der Wettkämpfe kurz vom zweiten stellvertretenden Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer vorgestellt wurde. Der nächste Truppmannlehrgang ist im September geplant. Noch ist allerdings offen, ob er überhaupt zustande kommt oder eventuell mit einer anderen Feuerwehr zusammengelegt wird. Ein wenig überschattete der auch für seine Kameraden überraschende Rücktritt Fischers die Wettkämpfe und den Sieg von Negenborn. Doch anschließend wurde doch noch gefeiert. Negenborn setzte sich gegen Bissendorf und die Damengruppe „Brandheiss“ Wedemark durch. Auf den weiteren Plätzen landeten Oegenbostel, Mellendorf III, Duden-Rodenbostel, Meitze, Wennebostel, Elze I, Hellendorf, Elze II, Ausrichter Abbensen, Bennemühlen und Mellendorf II. Und es wurde ein Doppelsieg für die Negenborner, denn auch bei den Altersgruppen hatten sie vor Meitze, Bissendorf und Abbensen die Nase vorn. Den schnellsten Angriffstrupp stellte die Gruppe Elze I, die schnellste Zeit „zu Wasser“ lieferte die Gruppe Bissendorf. Den Zusatzwettbewerb Tankerpulling entschied Wennebostel in 8,3 Sekunden vor Oegenbostel und Duden-Rodenbostel für sich. Es galt, das 7,5 Tonnen schwere Feuerwehrfahrzeug am schnellsten zehn Meter weit zu ziehen, auf dem vom Regen nassen Rasen keine einfache Aufgabe. Insgesamt haben sich in Abbensen 18 Feuerwehrgruppen aus zwölf Ortsteilen der Wedemark gemessen. Die Wettkampfübung wurde wie jedes Jahr in der Wedemark nach Heimberg-Fuchs durchgeführt. Die so genannten Eimerfestspiele haben eine lange Tradition. Vor einigen Jahrzehnten wurden nach diesen Wettbewerbs­bestimmungen alle offiziellen Feuerwehrwettbewerbe bestritten. Dabei muss eine Löschgruppe in kurzer Zeit und möglichst ohne Fehler einen Löschangriff mit einer offenen Wasserentnahmestelle aufbauen. Vier Kameraden legen eine Saugleitung, um das Wasser aus einem offenen Gewässer zu entnehmen. Danach hat der Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp die Aufgabe jeweils einen Eimer von einem Stativ zu spritzen. Wenn alle drei Eimer zu Boden gefallen sind, wird die Zeit gestoppt.Gestartet wurde bei strahlendem Sonnenschein und so wurde nach einem Platzregen mittendrin die Veranstaltung auch beendet.