Neue Örtlichkeiten für die Feuerwehr

Beförderungen bei der Gemeindekommandositzung am Freitagabend in Mellendorf: Christoph Boss (von links), Christian Renders, Ralf Prüser, Christian Görries, Hendrik Rawe, Alexander Stark, Georg Kohne, Thomas Schmidt, David Pausewang, Sebastian Jagau und Gemeindebrandmeister Maik Plischke. Foto: A. Wiese

Schlauchpool zieht nach Hellendorf - Atemschutz bekommt eigene Räume

Wedemark (awi). Beförderungen auf der Gemeindekommandositzung haben eine besondere Wertigkeit: Auch wenn Abschnittsleiter Horst Holderith aus Krankheitsgründen kurzfristig absagen musste und Gemeindebrandmeister Maik Plischke die Beförderungen alleine vornehmen musste, waren es doch hochwertige Höherstufungen, die das Engagement belegen, das die Träger von Verantwortung und Funktionen in der Wedemark an den Tag legen: Die Hauptlöschmeister Christian Renders aus Bissendorf, Georg Kohne aus Negenborn und Christoph Boss aus Elze wurden zu Brandmeistern, Oberlöschmeister Ralf Prüser aus Bennemühlen (eigentlich bereits im letzten Jahr) zum Hauptlöschmeister, die Löschmeister Christian Görries aus Hellendorf, David Pausewang, Thomas Schmidt aus Resse, Sebastian Jagau aus Abbensen und Hendrik Rawe aus Bissendorf zu Oberlöschmeistern und Hauptfeuerwehrmann Alexander Stark aus Mellendorf zum Löschmeister befördert.
Zunächst jedoch waren es Zahlen, mit denen Gemeindebrandmeister Maik Plischke die Ortsbrandmeister und ihre Stellvertreter, die Funktionsträger und Gäste bombardierte: 566 aktive Kameradinnen und Kameraden gibt es aktuell in der Wedemark. 177 Mitglieder haben die Jugendfeuerwehren, 67 die Kinderfeuerwehren. 56 Kameraden machen Musik in Elze und Bissendorf. 2015 gab es 385 Alarmierungen für 78 Brand- und 147 Hilfeleistungseinsätze. Das waren 18 Prozent mehr Einsätze als im Jahr davor. Am meisten gefordert waren die Feuerwehren Mellendorf mit 30 Prozent, Bissendorf mit 16 Prozent, Elze mit zehn Prozent und Berkhof und Resse mit sieben Prozent. Dahinter folgen Wennebostel mit sieben Prozent, Gailhof mit sechs Pozent, Brelingen mit vier Prozent, Meitze und Negenborn mit drei Prozent, Abbensen und Hellendorf mit zwei Prozent und Oegenbostel, Bennemühlen und Duden-Rodenbostel mit einem Prozent.
Die deutlich meisten Einsätze ereigneten sich tagsüber: zwischen 12 und 18 Uhr.
Im Fokus bei den Fahrzeugen standen 2015 Umbau und Auslieferung des gebrauchten neuen Rüstwagens für Mellendorf sowie Bemusterung und Beauftragung für das neue LF-L Wennebostel, dessen Auslieferung sich stark verzögert, das die Feuerwehr aber dennoch ganz optimistisch noch für dieses Jahr einplant. Entscheidend in 2016 werden der Umzug des Schlauchpools mit dem Bauhof nach Hellendorf und die Einrichtung der Atemschutzpflegestelle in der ehemaligen Hausmeisterwohnung am Gilborn sein. Und natürlich der Gemeindefeuerwehrtag am 21. August in Brelingen mit Gottesdienst, öffentlicher Fahrzeugschau, Vorführungen, Attraktionen für die Kinder, Kaffee, Kuchen, Grill und mehr. Am Tag davor finden die Gemeindewettbewerbe inklusive der französischen Partnergruppe statt, die am 19. August zur Feier des Partnerschaftsjubiläums in die Wedemark kommen.
Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Boss berichtete von Lehrgängen in Celle für Führungskräfte und technische Einsatzkräfte, aber auch an der FTZ. Die Differenz zwischen beantragten und erhaltenen Lehrgängen habe sich 2015 bereits verbessert und dieser Trend setze sich 2016 fort, so Boss. Für den erkrankten stellvertretenden Gemeindebrandmeister Jens Kahlmeyer sprang Maik Plischke ein und berichtete von den für 2016 geplanten Beschaffungen. In erster Linie sollen in 2016 die Atemschutzgeräteträger mit der neuen persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet werden. Bei der Gemeinde kümmert sich Uwe Koppelmann um die europaweite Ausschreibung. Ziele für 2016 sind die Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplans, die Beschaffung der persönlichen Schutzausrüstung, die Planung und Umsetzung von Schlauchpool und Atemschutzpflegestelle sowie die Beschaffung der digitalen Meldeempfänger.