Neue Teilnehmer beim Selbsthilfetag

Die Vertreter der ausstellenden Selbsthilfegruppen präsentieren das Plakat, das auf die Veranstaltung am nächs-ten Sonnabend ab 11 Uhr hinweist. Foto: A. Wiese

Veranstaltung am Sonnabend im Bürgerhaus dient der Information und Vernetzung

Bissendorf (awi). Der erste Selbsthilfetag 2012 war ein Versuchsballon, der vierte Selbsthilfetag am nächsten Sonnabend, 24. Oktober, von 11 bis 14 Uhr ist bereits eine etablierte Veranstaltung, bei der 13 Aussteller – darunter auch einige neue – für Information und Vernetzung stehen, erklärten im Vorfeld Initiator Michael Wilken und Daniel Diedrich vom Service Ehrenamt und Kultur der Gemeinde.
Niemand habe bis 2012 gewusst, dass in der Wedemark mehr als 20 Selbsthilfegruppen aktiv sind. 13 davon machen auch dieses Mal beim Selbsthilfetag im Bürgerhaus mit: die Seniorenengel Wedemark, die Freie Selbsthilfegruppe Bissendorf, das Bündnis für Familie als Schirmherrin der Veranstaltung, der Arbeitskreis Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung, die BEST-Beratungsstelle, die Deutsche Patientenliga Atemwegserkrankungen SHG Wedemark, KIBIS, der Ambulante Hospizdienst, der Deutsche Diabetiker Bund und die Stiftung für Behinderte, die alle auch bereits in der Vergangenheit vertreten waren. Neu dabei sind die Selbsthilfegruppe Senioren- und Behindertenwohngemeinschaft, der Gesprächskreis für pflegende Angehörige und die Deutsche Myasthenie Gesellschaft. Bewährt hat sich die Kombination aus Präsentation der Gruppen im Bürgersaal und Kurzvorträgen im Besprechungsraum. Um 11.30 Uhr spricht Dietmar Simoneit über Diabetes-Selbstkontrolle und geht der Frage nach, was das ist, und wann und wie oft sie durchgeführt werden sollte. Um 12 Uhr informiert die Sprecherin des Behindertenbeirats, Renate Löhr, über die Cochlea-Implantation bei Hörverlust. Um 12.30 Uhr stellt Anna Beckmann den eingetragenen Verein Senioren-
engel vor. Um 12.45 Uhr gibt Monika Huke von der BEST-Beratungsstelle Informationen für Angehörige von Suchtkranken. Um 13 Uhr ist die Senioren-Wohngemeinschaft Thema im Vortrag von Anna Beckmann und um 13.15 Uhr referiert Michael Wilken über COPD, die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung, „die unbekannte Volkskrankheit“.
Auch für das leibliche Wohl der Besucher des Selbsthilfetages im Bürgerhaus ist gesorgt: Der Arbeitskreis Inklusion für Menschen mit und ohne Behinderung wird wieder seine bunte Inklusionssuppe kochen und das Bündnis für Familie bietet Kaffee und Kuchen an. Während die meisten Selbsthilfegruppen über ihren Namen selbsterklärend sind, könnte der Name KIBIS Fragen aufwerfen. KIBIS ist eine neue Selbsthilfegruppe und steht für S(elber) e(twas) k(reatives) t(un) in der Wedemark. Ihr Thema ist in erster Linie senioren – und behinderten gerechtes Wohnen. „Nur noch Fernseher, Kreuzworträtsel und Essen auf Rädern? Das kann keine Perspektive sein! Wir streben ein würdevolles und selbständiges Leben im Alter für Menschen mit und ohne Einschränkungen, aber auch für jüngere Menschen mit Behinderung an“, stellt KIBIS sich selbst vor. Wer sich auch langfristig gemeinsames Wohnen in barrierefreien Räumen vorstellen und sich über das Alleinsein und Alternativen hierzu austauschen möchte, ist willkommen in der neuen Selbsthilfegruppe. Der Gesprächskreis trifft sich jeden zweiten Montag im Monat abends im Bürgerhaus Bissendorf. Es geht um gegenseitige Unterstützung, zum Beispiel in Form von kleineren Alltagshilfen wie Begleitung zu Arztbesuchen, Trost bei Kummer oder Kranksein, mal einen Tee kochen, aus der Apotheke etwas mitbringen, einen Kaffee trinken. Es gibt auch den Wunsch nach gemeinsamen kulturellen Veranstaltungen, gemeinsamem Kochen, Klönen oder Spazierengehen. Eine wichtige Devise lautet: „Alles kann, nichts muss“. Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich das erste Mal öffentlich auf dem Selbsthilfetag am, Sonnabend. Am Stand können gern Fragen geklärt werden. Oder Interessierte melden sich bei Anna Beckmann unter Telefon (0 50 72) 18 32, beziehungsweise schreiben eine E-Mail an a-beckmann@htp-tel.de.