Neuer Fördervertrag für die Musikschule

Dieter Stein und Klaus Rottmann von der Musikschule haben Grund zum Strahlen, denn Helge Zychlinski und Ingemar Becker kamen mit guten Nachrichten: 8.500 Euro jährlich mehr Fördergeld. Foto: A. Wiese

SPD und Grüne legen 8.500 Euro jährlich drauf – Musikschule sagt Dankeschön

Wedemark (awi). Bildungsausschuss, Verwaltungsausschuss und Rat bekommen noch kurz-
fristig eine Ergänzungsvorlage auf den Tisch: Die Verwaltung soll ermächtigt werden, zum 1. Februar 2014 einen neuen Fördervertrag mit der Musikschule Wedemark e.V. abzuschließen: Die Fördersumme wird im Vergleich zum aktuellen Vertrag um 8.500 Euro auf dann 166.000 Euro erhöht. Zum 1. Februar 2017 wird die Fördersumme um weitere 8.500 Euro angehoben. Die bisherige Regelung zur Haushaltssperre wird ersatzlos gestrichen. Für die Musikschule wird im Gegenzug eine Verpflichtung festgeschrieben, in der Geschäftsstelle, im Briefkopf und in Druckschriften sowie auf ihrer Internetseite auf die Förderung durch die Gemeinde hinzuweisen. Diese neue Förderregelung stellten SPD-Fraktionschef Helge Zychlinski und Grünen-Fraktionschef Ingemar Becker am Montag gemeinsam mit Musikschulleiter Dieter Stein und dem Trägervereinsvorsitzenden Dr. Klaus Rottmann vor. Rottmann betonte ausdrücklich, wie dankbar die Musikschule der Gemeinde für diese Förderung sei. „Die Gemeinde könnte ja auch anderes Gutes mit dem Geld tun!“, gab er zu bedenken. Zychlinski und
Becker, die davon ausgehen, dass ihr Ergänzungsantrag – sie hatten bereits ein Mehr von 5.000 Euro jährich für die Jugendkunstschule als Antrag eingebracht – genau wie der erste Antrag Zustimmung in den politischen Gremien ernten wird, betonten, dass sie für die Musikschule genauso wie für die Jugendkunstschule Planungssicherheit schaffen wollten. Die Musikschule werde zudem verpflichtet ihre Kundenzufriedenheit umfassend zu evaluieren, was aber erst mittelfristig passieren werde. Zychlinski und Becker begründeten ihren Antrag auf Erhöhung der Fördergelder so: Die Gehälter der Musikschule seien durch den Ausstieg aus dem BAT und dem TVÖD in den vergangenen zehn Jahren dramatisch absenkt und zudem von regelmäßigen Gehaltserhöhungen des öffentlichen Dienstes abgekoppelt worden, so dass es zu deutlichen Lohneinbußen gekommen sei. Die nun vorgesehenen Erhöhungen sollten der Musikschule dabei helfen, die Gehälter zum 1. Februar 2014 und zum 1. Februar 2017 jeweils um zwei Prozent zu erhöhen und gleichzeitig dazu beitragen, die Gebühren für die Eltern stabil und die Qualitätsstandards hoch zu halten. Dr. Klaus Rottmann fügte hinzu, die Musikschule belege mit den entsprechenden Schülerzahlen, dass es auch nicht unerheblich sei, was die Musikschule für das Gemeinwohl tue, zumal sie sich auch in Ganztagsschule und Kindergärten engagiere und eng in die Bildungslandschaft der Wedemark eingebunden sei.