Neuer Jugendtreff in der Förderschule

Bürgermeister Helge Zychlinski begrüßte am Montag die Gäste aus Politik und Verwaltung zur Eröffnung des neuen Mellendorfer Interims-Jugendtreffs in der Berthold-Otto-Schule. Fotos: A. Wiese

Verwaltung schafft Zwischenlösung bis Jugendhalle wieder freigegeben wird

Mellendorf (awi). Seit Monaten bedrängen die Jugendlichen die Jugendpflege, wann sie wieder einen neuen Treffpunkt in Mellendorf bekommen. Denn die Belegung der Jugendhalle als Sammelunterkunft für Flüchtlinge dauert voraussichtlich noch bis Mitte 2017. Und dann ging auf einmal alles ganz schnell: „Innerhalb von drei Wochen habe wir erfahren, dass wir die Räume in der Berthold-Otto-Schule bekommen, die zuletzt der Kindergarten der Kinderfreunde genutzt hatte, der inzwischen in den hinteren Teil und das obere Stockwerk der Berthold-Otto-Schule am Gilborn umgezogen ist. Wir haben die Herrichtung der Räume organisiert, einen Teil unserer eingelagerten Möbel aus der Jugendhalle geholt und ein paar neue Regale gekauft“, berichtete am Montagnachmittag Ellen Bruns von der Gemeindejugendpflege. Sie und ihr Team, das aus Thomas Dickmann, Anja Tomm-Stark und Tobias Meyer besteht, freuen sich, den Jugendlichen ab sofort wieder in der Woche täglich einen offenen Jugendtreff anbieten zu können: Geöffnet sind die Räume mit Zugang neben dem Haupteingang der Berthold-Otto-Schule zunächst montags bis freitags von 16 bis 20 Uhr. Eine Ausweitung der Öffnungszeiten bis 22 Uhr oder auch am Wochenende ist aber durchaus denkbar, wenn der neue Jugendtreff gut angenommen wird, betonte Ellen Bruns. Sie führte die Gäste am Montag durch die Räume, in denen der vertraute Billardtisch und der Kicker aufgestellt sind, in denen man am großen Tisch basteln oder sich gemütlich in die Sofaecke kuscheln kann, um mit anderen zu klönen. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene von sechs bis 27 Jahren. Erfahrungsgemäß kommen jedoch hauptsächlich Acht- bis 16-Jährige. Tagsüber hat auch die auslaufende Berthold-Otto-Schule mit ihren noch verbliebenen Schülern die Möglichkeit, die Räume zu nutzen. Dafür dürfen die Gäste des Jugendtreffs sich nachmittags in der Küche der Schule entfalten oder die Eingangshalle bei Bedarf mit nutzen. „Natürlich wird uns die Sporthalle fehlen, in der wir in der Jugendhalle gerade im Winter mit den Jugendlichen Fußball gespielt haben. Aber wir haben ja auch das Außengelände zur Verfügung“, stellte Thomas Dickmann von der Jugendpflege fest. Bürgermeister Helge Zychlinski betonte ausdrücklich, dass es sich nur um eine provisorische Interimslösung handele. Mittelfristig solle die Jugendhalle im Laufe des nächsten Jahres ihrer ursprünglich zugedachten Verwendung wieder zugeführt werden. Er nutzte die Gelegenheit, dem Team der Jugendpflege für seine auszeichnete Arbeit zu danken.