Neujahrskonzert mit „flautomania“

Verena Tschira (von links), Kirsten Hake, Nicola Bodenstein-Polito, Juliane Bergner, Susanne Köhler und Tamara Kutz präsentieren als Flötensextett „flautomania“ das Neujahrskonzert in der St. Martini Kirche Brelingen. Foto: B. Stache

Sechs Flötistinnen erfüllen Brelinger Kirche mit klangvollem Spiel

Brelingen (st). Mit frischem Flötenspiel ins neue Jahr – das erlebten mehr als 200 Besucher des Neujahrskonzerts der Kirchengemeinde St. Martini Brelingen, das vom Orgelbauverein organisiert wurde. Vereinsvorsitzender Klaus Mencke hatte die Aufgabe übernommen, die Mitglieder des Querflötensextetts „flautomania“ vorzustellen: Juliane Bergner (Piccolo, Altquerflöte und Konzertflöte), Nicola Bodenstein-Polito (Piccolo, Quer- und Altquerflöte), Kirsten Hake (Altquerflöte und Konzertflöte), Susanne Köhler (Querflöte und Altflöte), Tamara Kutz (Querflöte und Es-Flöte) sowie Verena Tschira (Bassquerflöte). Die sechs Flötistinnen des 1994 gegründeten Ensembles brachten mit ihrem Neujahrsprogramm in der Brelinger Kirche sieben klassische Musikstücke von sechs Komponisten zu Gehör. Mit der Instrumentenauswahl von Bassflöte bis Piccolo wurde eine große, musikalische Bandbreite erfasst. Zum Einstieg zauberten die professionellen Musikerinnen die Ouvertüre zu Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ mit fein abgestimmten Tönen in den Kirchenraum. Es folgte Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 „Lobgesang“, arrangiert von flautomania-Mitglied Kirsten Hake. Die bekannt gute Akustik von St. Martini verstärkte die wohltuende Klangfülle, mit der die Flötistinnen das „Allegretto un poco agitato“ sehr melodiös vortrugen. Mit großer Leichtigkeit boten die flötenbegeisterten Damen aus der Nussknacker-Suite von Tschaikowski die Ouvertüre miniature, den Arabischen Tanz, der eine meditative Stimmung erzeugte, und den Russischen Tanz (Trépak) dar. Seine „Lyrischen Stücke“ gelten als poetisches Tagebuch von Edvard Grieg. In der Bearbeitung von Ann Cameron Pearce hörten die Konzertgäste daraus drei Charakterstücke, die in die nordische Klangwelt und Mythologie entführten: den beschwingten Walzer, das harmonische Nocturne und Puck, die musikalische Darstellung eines unheimlichen, übernatürlichen Fabelwesens in Menschengestalt. Edvard Grieg hätte an der Intonation und Artikulation, mit der „flautomania“ seine ursprünglichen Klavierstücke darboten, ganz sicher große Freude gehabt. Das Publikum dankte es den Musikerinnen mit viel Beifall. Das anschließende Spiel von Claude Debussys Arabesque Nr. 1 und 2 wirkte wie ein orientalisches Ornament, bei dem sich die verschiedenen Flötenstimmen ständig umranken. Den Espana-Walzer des französischen Musikers und Komponisten Émile Waldteufel hatten auch die Wiener Philharmoniker in ihrem diesjährigen Neujahrskonzert. In Brelingen brachten ihn die Flötistinnen mit einem Arrangement von Gottfried Stein schmissig zu Gehör. Der Norwegische Tanz von Edvard Grieg beendete das Neujahrskonzert 2016 in St. Martini. Die lautstark geforderte Zugabe erfüllten die sechs Flötistinnen mit der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauss. Nach dem Konzert bot sich die Gelegenheit, bei Brot und Wein die guten Wünsche für das neue Jahr auszutauschen und mit den Musikerinnen ins Gespräch zu kommen.