„Nicht alles Gold, was glänzt“

CDU hat Bedenken beim Haus am Sande

Mellendorf. Der geplante Umbau des Haus am Sande wirft bei den CDU Ratspolitikern doch einige Zweifel auf. Natürlich sei den Christdemokraten die positive Entwicklung für die Jugendkunstschule bewusst, dennoch dürfe man die erneuten Kosten und die verpassten Einnahmen durch den Verkauf der Immobilie nicht außer Acht lassen. „Wir begrüßen, dass die Jugendkunstschule bessere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommt, allerdings wäre uns eine andere Alternative lieber gewesen“, bemerkt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Sven Sobans-ki. „ Eine solche Investition muss man sich auch leisten können, der Umbau kostet die Gemeinde erneut 550.000 Euro. Eigentlich sollten wir für dieses Gebäude nach dem Haushaltsplan 200.000 Euro Ertrag erzielen. Wir sind derzeit leider nicht in der Position, dass wir uns solche ,Luxusobjekte‘ leisten können“, so der Fraktionsvorsitzende. Der Bedarf einer solchen Einrichtung stehe außer Frage, aber zu bedenken sei nun einmal auch das Investitionsvolumen und so sehr es auch wünschenswert wäre, die Wedemark verfüge derzeit über keinen einzigen überschüssigen Cent, nach dem Bau von Schule und Rathaus.
Die Mitglieder der CDU-Fraktion fragten sich allmählich, welche der veranschlagten Erträge aus dem Haushaltsplan in diesem Jahr überhaupt noch erzielt werden können. Die Veräußerung der Grundstücke am alten Sportgelände des MTV werde sicher noch einige Zeit dauern, denn dort finde zur Zeit noch Spielbetrieb statt. Es bleibe auch abzuwarten, ob man für die vier großen Eckgrundstücke, mit jeweils über 1000 Quadratermeter Fläche, zu dem veranschlagten Preis überhaupt Interessenten finden würde. Des Weiteren sei fraglich, wann man mit Einnahmen des Gebietes rund um den alten Bauhof rechnen könne. Alles in allem eine sehr unzufrieden stellende Situation, sind sich die CDU Politiker einig und man sei sich sicher, dass die Bevölkerung sich nicht für dumm verkaufen lasse.