Niemann CDU-Kandidat in Ahlden

Carsten Niemann kandidiert für die CDU als Samtgemeindebürgermeister in Ahlden.

Wedemarks Wirtschaftsförderer will Samtgemeindebürgermeister werden

Ahlden/Wedemark (awi). Die CDU-Bürgermeisterkandidatur in der Wedemark hat Wedemarks Wirtschaftsförderer Carsten Niemann knapp verpasst. Seit Donnerstagabend ist der 48-jährige Burgwedeler CDU-Samtgemeindebürgermeisterkandidat in Ahlden. Er wurde bei der Mitgliederversammlung bei nur einer Gegenstimme nominiert. Vorausgegangen war ein einstimmiger Vorstandsbeschluss. Am 15. November war Günther Drewes vom CDU-Samtgemeindeverband Ahlden auf ihn zugekommen und hatte Niemann gefragt, ob er bereit sei, zu kandidieren. Nach gründlicher Überlegung sagte Niemann zu. Dabei gibt es allerdings eine Vorgeschichte: Denn bereits 2006 hatte ihn die Ahldener CDU als Kandidat haben wollen, doch dann hatte es überraschend Gegenwind aus den eigenen Reihen gegeben. Der Eickeloher, der gegen Niemann antrat und nominiert wurde, verlor allerdings die Wahl 2006 gegen den amtierenden Samtgemeindebürgermeister Heinz-Günter Klöpper von der SPD. Dieser ist noch nicht offiziell nominiert, wird aber voraussichtlich erneut antreten und so der Gegenkandidat von Carsten Niemann bei der Wahl zum Samtgemeindebürgermeister parallel zur Europawahl am 25. Mai sein. Das Zünglein an der Waage in Ahlden sind die Unabhängigen, die noch nicht entschieden haben, ob sie einen eigenen Kandidaten aufstellen. Die Samtgemeinde Ahlden hat knapp 60 Mitarbeiter und etwa 7.000 Einwohner. Dazu gehören die Flecken Ahleden mit den Ortsteilen Ahlden und Eilte, der Gemeinde Eickeloh, der Gemeinde Grethem mit den Ortsteilen Grethem und Büchten sowie die Gemeinden Hademstorf und Hodenhagen. „Es ist eine spannende Herausforderung, eine solche Samtgemeinde zu gestalten“, so Carsten Niemann im Gespräch mit dem ECHO. Viele Dinge, die in der Wedemark bereits selbstverständlich seien, habe Ahlden noch vor sich. So sei beispielsweise Wirtschaftsförderung dort bisher kein Thema gewesen. „Klar, die Gemeinde ist klein, aber die Aufgabe reizt mich ungeheuer. Ich bin halt ein Kommunaler und möchte draußen an Projekten arbeiten“, so Niemann, dem man die Freude über die Nominierung deutlich anmerkt. Die durch die Gesetzesänderung der Landesregierung notwendig gewordene erneute Nominierung des CDU-Kandidaten in der Wedemark auszunutzen, erneut gegen Dirk Hallmann anzutreten und damit eventuell eine Situation zu schaffen, wie sie jetzt in Burgwedel, Niemanns Heimatort, vorherrscht, sei ihm zu keinem Zeitpunkt in den Sinn gekommen. Sollte er am 25. Mai zum Samtgemeindebürgermeister in Ahlden gewählt werden, würde er sein Amt am 1. November für sieben Jahre antreten.