Noch mehr Sicherheit für Wedemärker

Einsatz- und Streifendienstleiter Rolf Wenda (l.) und der Leiter der Polizeiinspektion Burgdorf, Kriminaldirektor Jürgen Graver, demonstrieren: Ein Druck auf den Hebel an der Notruf-Sprechstelle vor dem Polizeikommissariat in Mellendorf und man ist mit der Polizeidirektion Hannover verbunden, wo die Beamten über das weitere Vorgehen entscheiden. Foto: A. Wiese

Externe Notruf-Sprechstelle ermöglicht noch flexibleren Einsatz der Streifenwagen

Mellendorf (awi). Ein Streifenwagen in der Flächengemeinde Wedemark kann nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein. Das kann aber nachts oder am Wochenende durchaus einmal notwendig sein. Bisher musste dann ein Wagen der benachbarten Kommissariate angefordert werden, weil die beiden anderen Beamten der Schicht die Mellendorfer Dienststelle nicht verlassen konnten. Diese Möglichkeit bietet jetzt jedoch die externe Notruf-Sprechstelle vor der Tür des Mellendorfer Kommissariates.
PI-Leiter Jürgen Graver und Mellendorfs Einsatz- und Streifendienstleiter Rolf Wenda erläuterten am Montag die Hintergründe: „Sollte der Einsatz eines zweiten Streifenwagens in der Wedemark jetzt kurzfristig notwendig sein, schließen die Beamten die Dienststelle ab, die Telefone werden zur Polizeidirektion Hannover umgeleitet. Kommt jetzt ein Bürger zur Wache und diese ist nicht besetzt, drückt er den Hebel der unübersehbar vor dem Eingang platzierten Notrufsprechstelle und steht sofort in Kontakt mit einem Beamten der Polizeidirektion Hannover, dem er sein Anliegen vortragen kann.“ Dieser entscheidet dann, ob eine sofortige Reaktion erforderlich ist und nimmt entweder zu den beiden Streifenwagen Kontakt auf, die in der Wedemark unterwegs sind, oder beordert einen Streifenwagen der benachbarten Dienststellen her. Häufig wird dies nicht vorkommen, zeigten sich sowohl Graver als auch Wenda überzeugt. Zum einen ist nachts der Einsatz von zwei Streifenwagen ohne Zeit zu haben, auf Verstärkung aus den Nachbarrevieren zu warten, nicht oft notwendig und wenn dies der Fall ist, ist in Zeiten, wo eigentlich jeder über ein Handy verfügt, die Chance, dass zeitgleich mitten in der Nacht ein Bürger hilfesuchend auf der Wache erscheint, sehr gering. Dennoch betont die Polizei, dass niemand sich scheuen sollte, in einer Notsituation oder einer anderen Angelegenheit, wegen der er die Polizei aufsuchen wollte, Kontakt über die Notrufsprechstelle aufzunehmen, wenn die Wache tatsächlich nicht besetzt sein sollte. Mit dem Pressetermin wollten Graver und Wenda jedoch auch Gerüchten entgegentreten, die Aufstellung der externen Notrufsprechstelle sei die Vorbereitung für eine Redzierung der Präsenz der Polizei in der Wedemark. Davon könne keine Rede sein, die Stärkeplanung bleibe bestehen, betonten beide ausdrücklich. Im Gespräch sei eine solche Einrichtung schon länger gewesen, doch die technische Umsetzung sei aufwändig und teuer. In der Wedemark gibt es weitere Notrufeinrichtungen nur noch an der Landesstraße zwischen Resse und Engelbostel beziehungsweise zwischen Resse und Negenborn. Frequentiert würde solche Notrufsäulen allerdings höchst selten, auch auf den Autobahnen, da mittlerweile immer jemand ein Handy dabei habe. Jetzt bleibe abzuwarten, wann sich die neue Sprechstelle vor der Dienststelle in Mellendorf erstmals in der Praxis bewähren werde. Tagsüber in der Woche sei ihr Einsatz jedenfalls nicht erforderlich, da das Dienststellengebäude da immer besetzt sei, auch wenn zwei Streifenwagen im Einsatz seien.