Obdachlosenunterkunft in Berkhof

Karin Dombrowski (von links), Jürgen Auhagen, Daniela Mühleis, Susanne Schönemeier und Isabella Steffen informieren sich über den Stand der Sanierungsmaßnahmen an der Obdachlosenunterkunft in Berkhof. Foto: B. Stache

Die Sanierung der drei Wohnungen soll bis Anfang 2018 abgeschlossen sein

Berkhof (st). „Im Haushalt 2017 wurden 180 000 Euro für die Sanierung des Objektes bereitgestellt“, erklärte Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier am Montagnachmittag bei einem Besichtigungstermin der Obdachlosenunterkunft in Berkhof. Dorthin hatte Daniela Mühleis als Vorsitzende des Ausschusses Familie, Senioren und Soziales der Gemeinde Wedemark zu Ortsbesichtigung und Pressegespräch eingeladen. Im Beisein von Ausschussmitglied Isabella Steffen, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales Jürgen Auhagen sowie Karin Dombrowski (Gebäudeunterhaltung) sah sich die Gruppe vor und in dem Gebäude um, das derzeit saniert wird. Noch bis Ende August waren dort fünf Obdachlose beherbergt. „Wir haben sie anderweitig untergebracht. Ich habe noch Wohnraum auf dem freien Wohnungsmarkt organisieren können“, berichtete Jürgen Auhagen. Die Gemeinde unterhält drei weitere Obdachlosenheime in Bissendorf-Wietze, Resse und Scherenbostel. Derzeit betreut die Gemeinde Wedemark 28 Obdachlose. „Wir können maximal bis zu 42 obdachlose Personen unterbringen“, erklärte der Fachbereichsleiter. Diese Zahl berücksichtigt auch die Unterkunft in Berkhof. Nach deren Sanierung, mit deren Fertigstellung bis Anfang 2018 gerechnet wird, stehen dort drei Wohnungen zur Verfügung – zwei Zweiraumwohnungen mit Küche und Bad à 45 Quadratmeter sowie eine kleinere Einzimmerwohnung. Im ehemaligen Gemeinschaftsbad der Obdachlosenunterkunft in Berkhof werden Heizungsanlage (Gaszentralheizung mit Außentank) und Waschmaschinen installiert. Ausschussvorsitzende Daniela Mühleis begleitet die Sanierung von Beginn an: „Die Verwaltung hat mich regelmäßig umfassend informiert und mir die Dokumentation der Fortschritte zur Verfügung gestellt.“ Die Gemeinde stellt das Mobiliar für die Obdachlosenunterkunft zur Verfügung. Wer eigene Möbel hat, könne diese nutzen, machte Jürgen Auhagen deutlich. Dies treffe beispielsweise auf Menschen zu, die aufgrund einer Räumungsklage obdachlos geworden sind. „Wir planen, zusätzlich einen Sozialarbeiter einzustellen, der sich um die Obdachlosen in der Wedemark kümmern soll. Es geht um die Wiedereingliederung in die Gesellschaft“, erklärte Susanne Schönemeier. Mit Blick auf den derzeit wenig attraktiven Außenbereich der Obdachlosenunterkunft in Berkhof schlug die Erste Gemeinderätin vor, diesen in einer Gemeinschaftsaktion mit den zukünftigen Bewohnern neu zu gestalten.