Oberstufengründung an der IGS rückt näher Positiver Bedarfsermittlung folgt Antrag an Landesschulbehörde

Schon bald könnte eine gymnasiale Oberstufe an der IGS entstehen. Schulleiterin Heike Schlimme-Graab (rechts) und die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf sind zuversichtlich. Foto: S. Birkner
Mellendorf (sb). Mit großer Mehrheit haben sich die Eltern Wedemärker Schüler dafür ausgesprochen, ihre Kinder auf eine gymnasiale Oberstufe an die IGS schicken zu wollen. Voraussetzung dafür ist die Existenz einer solchen Sekundarstufe II, deren Gründung an der Gesamtschule nun näher rückt.
In Anwesenheit von Schulleiterin Heike Schlimme-Graab stellte die Gemeindeverwaltung vorgestern die Ergebnisse der im März durchgeführten Bedarfsermittlung vor. Das Ergebnis spricht für sich: 88 Prozent der Eltern gaben an, ihr Kind das Abitur an der IGS absolvieren zu lassen, „sofern die persönlichen Voraussetzungen zum maßgeblichen Zeitpunkt erfüllt werden“. Im Rahmen der Erfassung waren knapp 1000 Erziehungsberechtigte befragt worden, deren Kinder an Wedemärker Grundschulen in die vierte oder auf der Konrad-Adenauer- bzw. Realschule in die fünfte bis siebte Klasse gehen. Bei einer Rücklaufquote von mehr als 70 Prozent entspreche das einem Gesamtanteil von 62 Prozent der Eltern, die ihr Kind auf der Oberstufe der IGS anmelden würden.
Mit diesem Ergebnis erleichtern sich für die Gemeindeverwaltung gleich mehrere anstehende Planungsschritte. Die Mindestgröße einer Sekundarstufe II, 54 Schüler, sei damit nachweislich gewährleistet, sagte die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf. Die Verwaltung werde nun rasch einen entsprechenden Antrag an die Landesschulbehörde stellen. Dieser erfordert auch die nachgewiesene Bestandssicherung der derzeit einzigen Oberstufe am Gymnasium. „Wir haben die Eltern der Gymnasiasten bewusst nicht in die Bestandsermittlung einbezogen“, meinte Beckedorf. Es sei zu erwarten, dass das Gros der Gymnasiasten auch weiterhin an der dortigen Sekundarstufe II das Abitur ablege.
Damit ist es wahrscheinlich, dass die gymnasiale Oberstufe der IGS bereits im Schuljahr 2015/2016 an den Start geht. Beckedorf erwartet eine „zeitnahe Entscheidung“ seitens der Landesschulbehörde.
Schlimme-Graab und die Gemeindeverwaltung begrüßten die bevorstehende Oberstufengründung. Sie stelle eine Attraktivierung der Wedemärker Schullandschaft dar, weil Schüler, die heute noch nach Langenhagen oder Hannover abwandern, in Zukunft in ihrer Heimatgemeinde gehalten werden könnten. Außerdem liebäugelte Schlimme-Graab mit einer Kooperationen zwischen den Oberstufen von IGS und Gymnasium. „Mit der Möglichkeit, Schüler beider Schulformen zusammenzulegen, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für eher unkonventionelle Profile“, sagte sie. Das Potential, genügend Schüler für normalerweise zu wenig nachgefragte Ausrichtungen zusammenzubekommen, sei jedenfalls hoch. „Intensive Gespräche“ mit Gymnasialdirektorin Swantje Klapper zu diesem Thema hätten bereits stattgefunden.