Oegenbosteler fahnden nach Müllverursacher

Harro Meggers (rechts) und Heinrich Schmidtmann räumen einen der Haufen mit Lebensmittelverpackungen und Erbrochenem in der Oegenbosteler Feldmark auf und hoffen auf Hinweise auf den Verursacher. Foto: A. Wiese

Unbekannte Person hinterlässt regelmäßig Müll und Erbrochenes in der Feldmark

Oegenbostel (awi). Harro Meggers und Heinrich Schmidtmann ist klar, dass sich mit großer Wahrscheinlichkeit eine persönliche Tragödie dahinter verbirgt, dennoch sind die beiden Oegenbosteler nicht länger bereit, die dreiste regelmäßige Verschmutzung der Feldmark am Verbindungsweg zwischen Oegenbostel und dem Hoper Schacht sowie Parallelwegen länger hinzunehmen. Denn sie sind diejenigen, die Schokoladenpapier und andere Lebensmittelverpackungen und -reste sowie Müllbeutel mit Erbrochenem seit einem Jahr regelmäßig aufräumen, weil sie die Verschmutzung der Feldmark nicht ertragen können. Harro Meggers läuft regelmäßig an der Strecke, Heinrich Schmidtmann ist als Jäger viel in der Feldmark unterwegs. „Kaum habe ich den Dreck weggeräumt, liegen fast an derselben Stelle drei Tage später neue Müllhaufen. Und das ist definitiv kein Hausmüll, den jemand entsorgt“, betont Harro Meggers. Für die beiden erbosten Oegenbosteler sehen die Hinterlassenschaften, die sie seit einem guten Jahr mit mehr oder weniger großen Pausen in der Feldmark finden, eher danach aus, dass jemand in seinem Auto oder woanders größere Mengen von Lebensmitteln, insbesondere Schokolade, zu sich nimmt und hinterher wieder von sich gibt. Sie möchten mit diesem Aufruf natürlich zum einen erreichen, dass die Verschmutzung der Feldmark aufhört und die betroffene Person sich klarmacht, dass es Leute gibt, die mit erhöhter Aufmerksamkeit Autos in der Feldmark beobachten und sich Kennzeichen notieren, zum anderen hoffen sie aber auch, dass das Umfeld der oder des Betroffenen aufmerkam wird und demjenigen geholfen wird, „denn, wenn es so abläuft, wie es sich für uns darstellt, handelt es sich um eine Störung beziehungsweise eine Krankheit“, so Meggers und Schmidtmann, die auch diese und letzte Woche wieder angeekelt zu Handschuhen und Müllsäcken griffen, um den Dreck einzusammeln und mit ihrem eigenen Müll zu entsorgen. Hinweise nehmen beide Oegenbosteler entgegen. Auf die Hilfe von höherer Stelle könnten sie so wie sie berichteten, nicht hoffen. „Ich habe an offizieller Stelle nachgefragt, als ich in dem Müll kürzlich einen EC-Zahlbeleg eines Schnellrestaurants gefunden habe und habe gebeten, den Verursacher auf diesem Weg ausfindig zu machen. Doch man sagte mir, das sei aus Datenschutzgründen nicht möglich“, bedauert Harro Meggers. Also hoffen er und sein Nachbar jetzt, das Problem durch diesen öffentlichen Aufruf beseitigen zu können. „Wir und viele andere Oegenbosteler sind wirklich stinksauer, über diese Verschmutzung unserer Feldmark, die in diesem Jahr noch extrem zugenommen hat und wollen uns das nicht gefallen lassen“, so Meggers und Schmidtmann.