Oegenbosteler Wehr bekommt ihren Anbau

Gemeindebrandmeister Michael Hahn (l.) überreichte Oegenbostels Ortsbrandmeister Guido Plesse am Sonnabendabend die Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Foto: A. Wiese

Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen sagt zügige Abwicklung des Bauvorhabens zu

Oegenbostel (awi). Probleme mit der Dachneigung sind dafür verantwortlich, dass der Anbau an das Feuerwehrgerätehaus in Oegenbostel noch immer nicht fertig gestellt ist, doch Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen sagte in der Hauptversammlung der Wehr am Sonnabend zu, dass Verwaltung und Feuerwehr das Problem noch in diesem Jahr in den Griff kriegen und der Anbau vollendet werden solle. Zuvor hatte Ortsbrandmeis-ter Guido Plesse seinen Bericht gehalten: Der Wehr gehören aktuell 25 Aktive an, darunter drei Frauen. Die Jugendwehr hat zehn Mitglieder, darunter zwei Mädchen. 15 Feuerwehrkameraden gehören der Altersabteilung an. Zusammen mit den 42 Passiven kann die Oegenbosteler Wehr also 92 Mitglieder vorweisen. Bei 26 Dienten und vier Einsätzen im Jahr 2010 kamen 1976 Stunden zusammen. Plesse betonte, dass es keine Brandeinsätze gegeben habe, sondern eine klare Tendenz zu mehr technischen Hilfeleistungen hatten. Drei der vier Einsätze für Oegenbostel waren allein Alarmierungen unter dem Stichwort „Hilflose Person hinter Tür“. Im vierten Fall unterstützte die Oegenbosteler Wehr die Bennemühlener, als nach dem Anbohren von Kraftstofftanks auf dem Parkplatz eines Autohauses auslaufendes Öl abgestreut werden musste. Desweiteren haben Mitglieder der Oegenbosteler Wehr an einer aktuellen Unterrichtung über das Verhalten bei Flugunfällen teilgenommen, zwei Kameraden haben eine Fahrsicherheitsausbildung in Laatzen absolviert, es wurden Hydranten und Bohrbrunnen überprüft, es gab eine Weiterbildung für Maschinisten und einen Erste-Hilfe-Lehrgang. Und auch bei der Ausrichtung des Osterfeuers und am Volkstrauertag war die Oegenbosteler Feuerwehr dabei. Sie spielt sogar mit dem Gedanken, am 21. Juni einmal wieder ein Johannisfeuer auszurichten. Die Jugendfeuerwehr absolvierte 43 Dienste: 27 feuerwehrtechnische und 16 mit allgemeiner Jugendarbeit. Dabei kamen die zehn Mitglieder auf insgesamt 935,5 Stunden. Es wurde fleißig geübt, für Wettkämpfe reichte allerdings die Personalstärke nicht.
Der Oegenbosteler Feuerwehrnachwuchs holte den fünften Platz beim Basketballturnier sowie den sechsten und neunten Platz beim Völkerball, in der zweiten Mannschaft verstärkt durch Berkhofer Jugendfeuerwehrmitglieder. Der Atemschutzwart berichtete, dass er definitiv über fünf einsatzfähige Kameraden verfügt. Es seien nach dem Ausbildungskonzept der Gemeindefeuerwehr gemeinsame Übungsdienste mit den anderen Wehren abgehalten worden. Die Feuerwehr Oegenbostel möchte gerne ihre Freundschaft mit der Feuerwehr Seedorf bei Bremen ausbauen und plant gegenseitige Einladungen. Zum Kassenprüfer wurde Jürgen Ahlvers gewählt, zum Atemschutzwart erneut Robert Langwost, neuer stellvertretender Jugendwart ist Benjamin Klaudke. Befördert wurde die Feuerwehrfrauanwärterin Ilona Frömelt. Ortsbrandmeister Guido Plesse erhielt durch Gemeindebrandmeister Michael Hahn eine Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. Zum Feuerwehrmann des Jahres wurde Erich Plesse ernannt. Der 75-Jährige habe sich sehr beim Anbau an das Feuerwehrhaus engagiert, hieß es in der Begründung. In ihren Grußworten bedankten sich Abschnittsleiter Heinz-Jürgen Krüger, Gemeindebrandmeister Michael Hahn und Fachbereichsleiter Jürgen Auhagen von der Gemeinde für die Einladung und freuten sich, die Oegenbosteler Wehr so gut aufgestellt zu sehen. Krüger wies darauf hin, dass die Altersgrenze für Feuerwehrkameraden bei 62 bleibe und nicht wie das Rentenalter herauf gesetzt werde.