Ohne Wahlhelfer keine Abgeordneten

Bürgermeister Helge Zychlinski (rechts) mit Wahlhelfern, die zusätzlich mit der Ehrennadel ausgezeichnet wurden. Foto: Gemeinde Wedemark (Foto: Gemeinde Wedemark)

Bürgermeister Helge Zychlinski überreicht viele Urkunden und Ehrennadeln

Bissendorf (st). Alle 256 Bürger, die sich anlässlich der beiden diesjährigen Wahlen (Bundestags- und Landtagswahl) als ehrenamtliche Wahlhelfer der Wedemark zur Verfügung gestellt hatten, waren am Montagabend zu einem Empfang in das Bürgerhaus in Bissendorf eingeladen – und viele kamen. 135 dieser Wahlhelfer versahen ihren „Dienst“ in den 29 Wahllokalen der Wedemark sogar an beiden Wahltagen, wie auch Roswita Hanke-Kuhn. Die Bissendorferin hat mit der Landtagswahl am 15. Oktober nun schon zum fünften Mal das Ehrenamt ausgeübt. Ihr „Arbeitsplatz“ war in der Grundschule Bissendorf, wo es galt, zwischen 8 und 18 Uhr die Stimmzettel auszugeben und nach Ende der Wahlhandlung mit der Auszählung der Stimmen zu beginnen. „Am Anfang war meine Motivation, mich als Wahlhelferin zur Verfügung zu stellen, die Menschen im Ort kennenzulernen und etwas für die Gemeinschaft zu tun“, erklärte Roswita Hanke-Kuhn. Das ehrenamtliche Engagement für die Gesellschaft sei für sie auch heute noch die wesentliche Triebfeder. Um das Engagement der freiwilligen Wahlhelfer gebührend zu würdigen, hatte sich die Gemeinde Wedemark viel Mühe gegeben und den Bürgersaal für den Empfang liebevoll hergerichtet. Es gab Fingerfood, süß und herb, dazu allerlei Getränke. Zum Auftakt spielten die Saxophonics der Musikschule Wedemark unter Leitung von Musiklehrer Jorge „Coco" Guerra die Titel „The Muppet Show“ und „Frosty the Snowman“. Zum Ensemble gehörten die Musikschüler Berit Föst, Marie Wittbecker, Wiebke Rose und Lukas Müller. In seiner Begrüßung zum Empfang erinnerte Bürgermeister Helge Zychlinski an das besondere Ereignis einer Wahl, das bei den meisten Menschen noch immer ein besonderes Gefühl auslöst. „Es ist dieses gute Gefühl, an so einem Tag die Demokratie auch spürbar mitzuerleben – als Teil einer demokratischen Gesellschaft“, formulierte es der Bürgermeister. „Ohne Sie, die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, wäre auch ich gar nicht im Amt. Und so wären auch Mitglieder des Rates der Gemeinde Wedemark nicht im Amt, kein Landtagsabgeordneter wäre ohne Ihre Arbeit mit einem Mandat ausgestattet, Stephan Weil wäre nicht in der vergangenen Woche zum Ministerpräsidenten gewählt worden und Frau Merkel wäre zur Zeit auch nicht geschäftsführende Bundeskanzlerin“, brachte es Helge Zychlinski auf den Punkt. „Wir haben Sie heute eingeladen als Dankeschön für Ihr Engagement.“ Die Wahlhelfer erhielten für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei der Bundestagswahl erstmals eine Urkunde, unterschrieben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Wer bereits an fünf Bundestagswahlen als Wahlhelfer beteiligt war, durfte sich über eine zusätzliche Ehrennadel freuen. Für die Landtagswahl-Helfer gab es eine Urkunde der Gemeinde Wedemark. Mit den Worten „Danke für Ihre Zeit, für Ihr Engagement, dafür, dass Sie sich für freie Wahlen einsetzen, ein Vorbild sind. Danke, dass mit Ihnen so vieles möglich ist“ beendete Bürgermeister Helge Zychlinski seine Rede zur Ehrung der Wahlhelfer in der Wedemark.