Onnasch erhebt schwere Vorwürfe gegen E.ON-Avacon

Der Fraktionsvorsitzende der CDU Wedemark, Jörg-Friedrich Onnasch fordert von E.ON-Avacon ein kundenfreundlicheres und auch transparenteres Verhalten gegenüber den eigenen Kunden. Foto: L. Irrgang

„Abrechnungsgebaren des Energieversorgers dubios und nicht nachvollziehbar“

Wedemark (ig). Der Fraktionsvorsitzende der CDU Wedemark, Jörg-Friedrich Onnasch erhebt schwere Vorwürfe gegen den Energieversorger E.ON-Avacon. Hintergrund sind die im Juni an viele Haushalte verschickten Abrechnungen und die von dem Versorger neu berechneten Abschlagszahlungen. Onnasch selbst hatte eine Abrechnung erhalten, in welcher eine Abschlagszahlung angegeben war, „die um 50 % über dem lag, was dem an dem Verbrauch gemessenen Jahresdurchschnitt entsprechen würde“, so Onnasch der allein deswegen dem Unternehmen vorwirft, „dass man das durchaus machen kann, wenn man eine Spardose braucht, aber eine Transparenz der Abrechnungen ist das nicht.“ Er selbst habe der erhöhten Abschlagszahlung schriftlich widersprochen und ausdrücklich nur einer Abbuchung in Höhe der ursprünglichen Abschläge zugestimmt. „Trotz meines Schreibens wurde jedoch der erhöhte Abschlag abgebucht, und dass, obwohl mir bestätigt wurde, dass mein Schreiben vorliegt.“ Onnasch sieht in diesem Vorgehen durchaus eine Handlung von strafrechtlicher Relevanz, „man kann hier durchaus Anzeige wegen Betruges erstatten, davon sehe ich aber ab.“ Der Fraktionsvorsitzende betrachtet die Abbuchungsvorgänge nämlich nicht persönlich, sondern vielmehr aus dem Gesichtspunkt heraus, dass es sich bei E.ON-Avacon um den Partner der Gemeindewerke Wedemark handelt, „und es ist schon bedenklich, wie ein Partner der Gemeindewerke mit den eigenen Kunden und den Einwohnern umgeht.“ Es lässt vermuten, dass auf diese Art und Weise auch mit anderen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde umgegangen wird, betont Onnasch. „Denn was nutzt es, wenn die Gemeinde Wedemark auf ihre Kosten ein Informationsbüro einrichtet, um Bürgern bei der Energieberatung behilflich sein zu können, wenn der Partner, E.ON-Avacon, auf rüde Art und Weise ihre Kunden behandelt?“ Es sei nicht das erste Mal, so Onnasch weiter, dass man auf Schreiben entweder keine, oder erst nach sehr vielen Wochen eine verspätete Antwort erhält. Ihn persönlich treffe es nun schon zum zweiten Mal, „aber ich gehe davon aus, dass dies kein Einzelfall ist.“ Weiter befürchte er, „dass viele Kunden dieses Vorgehen gar nicht, oder zu spät bemerken.“ Ein kundenfreundlicheres Verhalten sei deshalb seine ausdrückliche Forderung, „dies kann man von einem Dienstleister durchaus erwarten.“ Im Rahmen eines kundenfreundlicheren Verkehrs fordert Onnasch zudem auch mit Nachdruck, „dass der Kunde nicht Telefon oder Faxgebühren zu zahlen hat, wenn er sich an das Unternehmen wendet.“ Ein Anruf bei der Kundenrufnummer koste beispielsweise 3,9 cent pro Minute, „und das etwas nicht erst, wenn man mit einem Mitarbeiter spricht, sondern schon dann, wenn das Gespräch elektronisch entgegen genommen worden ist, und man in der Warteschleife auf einen Mitarbeiter wartete, dem man sein Anliegen vortragen möchte.“
Onnasch hofft, das E.ON-Avacon zukünftig als Partner der Wedemark in den Gemeindewerken sein Geschäftsgebaren kundenfreundlicher gestaltet, „so dass der Nachfragende nicht noch für seine Nachfrage als Kunde Geld an den Dienstleister bezahlen muss.“ Wünschenswert wäre es weiterhin, wenn auf Schreiben zeitnah geantwortet werden würde und diese vor allem auch beachtet werden. Zudem sei auch die Preispolitik nicht nachvollziehbar. „Der Ölpreis sinkt stetig, aber E.ON ist nicht in der Lage, oder nicht bereit dazu, diese reduzierten Preise an ihren Endkunden weiterzureichen.“ So habe E.ON zwar von Oktober bis Dezember einen Winterrabatt gewährt, „in der kältesten Jahreszeit aber, ab Januar einen absoluten Höchstpreis im Vergleich zu anderen Mitbewerbern verlangt.“