Onnasch kritisiert Bartels‘ Kostenpolitik

CDU-Fraktionschef informiert Mitglieder bei Gemeindeverbandsversammlung

Wedemark (awi). Die Einladung zur Gemeindeverbandsversammlung hatte den Mitgliedern auch eine Information zum Haushalt 2011 der Gemeinde Wedemark durch den Fraktionsvorsitzenden Jörg Onnasch angekündigt. Der nahm dabei kein Blatt vor den Mund: Für 2010 rechne die Gemeinde Wedemark mit einem Defizit von minus 5,366 Millionen Euro. Allein die Personalkosten seien von acht Millionen im Jahr 2006 auf zehn Millionen im Jahr 2010 gestiegen. Leider habe der Bürgermeister nicht einmal versucht, im Personalhaushalt Einsparungen vorzunehmen, kritisierte Onnasch. Vielmehr seien jetzt noch ein Mitarbeiter für das Intenet und ein weiterer Mitarbeiter für das Bauaufsichtsamt eingestellt worden, obwohl hier schon vorher nicht erwirtschaftet worden sei, was die freiwillig übernommene Aufgabe an Kosten verursache. Entgegen anderslautenden Ankündigungen habe die Ablösung der Kameralistik durch die Doppik weitere Personalkosten verursacht. Bei der Rechtfertigung seines Personalhaushaltes in einer der letzten Ratssitzungen 2010 habe der Bürgermeister zwar dargestellt, dass die Wedemark mit ihren Personalkosten ganz am Ende der 21 Regionskommunen rangiere, „aber vergessen zu erwähnen, dass in unseren Personalkosten der Bereich Abwasser nicht enthalten ist. Und dassselbe gilt für die Kindergärten in fremder Trägerschaft“, monierte Onnasch. Rechne man beide Punkte hinzu, finde sich die Wedemark im Vergleich im oberen Drittel wieder. Onnasch kritisierte zudem, dass die Gemeinde drei hochqualifizierte Juristen beschäftige, aber dennoch sehr viel Geld für auswärtige Beratung ausgebe. Ebenso sehe es im Baubereich aus: Obwohl der Schulbau an einen Generalunternehmer vergeben sei, werde das Projekt von zwei Mitarbeitern des Fachbereichs Bau ständig begleitet und jetzt sei zusätzlich noch ein auswärtiges Unternehmen mit der ständigen Kontrolle beauftragt worden.
„Das zeugt davon, dass das mit heißer Nadel genäht ist und jetzt nachjustiert werden muss, um im Preisrahmen zu bleiben“, ärgerte sich der Fraktionschef am Donnerstagabend.