Ortsrat Elze aktualisiert Dorferneuerungsplan

Dr. Harald Meyer (v. l.), Jürgen Benk und Karin Bukies schauen in Sachen Dorferneuerungsplan Elze zuversichtlich nach vorne. Foto: B. Stache
 
Ortsbürgermeister Jürgen Benk leitet die 9. Sitzung des Ortsrates Wedemark II in Elze. Foto: B. Stache

Sanierung Alte Schule genießt höchste Priorität im Maßnahmenkatalog

Elze (st). Die Sanierung des Gebäudes Alte Schule genießt höchste Priorität im neu abgestimmten Maßnahmenkatalog des Dorferneuerungsplans Elze. Diese Bewertung haben die Mitglieder des Ortsrates anlässlich ihrer 9. Sitzung am Montagabend im Elzer Schützenheim einstimmig getroffen. Vorausgegangen war eine lang anhaltende, sachliche Diskussion über die Wertigkeit der insgesamt 25 Einzelmaßnahmen, die sich im vorliegenden Konzeptentwurf wiederfinden. Ortsbürgermeister Jürgen Benk begrüßte zur Ortsratssitzung auch Mitglieder des Arbeitskreises „Dorferneuerung Elze" sowie Dipl.-Ing. Karin Bukies und Dr. Ing. Harald Meyer von der Planungsgruppe „Stadtlandschaft" aus Hannover. Die Gemeindeverwaltung Wedemark war durch Holger Zorn, Leiter Team Bauplanung/Bauaufsicht, und Max Hüsken vom Team Zentrale Dienste vertreten. „Wir haben immer noch keine Information, ob das Programm genehmigt wird“, hatte Ortsbürgermeister Benk zu Beginn der Diskussion über den Dorferneuerungsplan erklärt. Erfreulich sei aber die Nachricht, dass von der EU die Mittel für Dorferneuerung aufgestockt wurden. Mit großen Mittelkürzungen sei daher nicht zu rechnen, so Benk mit Hinweis auf die bereits beantragten zirka 1,8 Millionen Euro für öffentliche Maßnahmen und zirka 1,2 Millionen Euro für private Maßnahmen. „Der fehlende Bescheid soll uns nicht daran hindern, weiter zu arbeiten. Wir sind nicht unter Zeitdruck“, führte der Ortsbürgermeister zuversichtlich aus: „Wir können in die Planungsphase gehen, da im Haushalt für 2014 bereits 200 000 Euro eingestellt sind.“ Jürgen Benk stellte die vom Arbeitskreis „Dorferneuerung Elze" erarbeitete Prioritätenliste vor. Er forderte die Anwesenden auf, die elf bereits in Priorität 1 eingestuften Maßnahmen erneut in eine Rangfolge zu bringen. Ortsratsmitglied Helge Zychlinski sprach sich während der Diskussion für die Sanierung der Alten Schule aus und wurde dabei in seiner Auffassung von Karin Bukies unterstützt. „Für die Alte Schule spricht in der Tat einiges. Wir haben dort vier aktive Nutzer – die Volkshochschule, das Deutsche Rote Kreuz, den Männergesangverein sowie die Boulespieler“, erklärte Ortsbürgermeister Benk, dessen Empfehlung zur Sanierung des Gebäudes schließlich zur Festsetzung der höchsten Priorität führte. In der neuen Prioritätenliste gelangte aus dem Handlungsfeld „Straßenräume und Wegenetz“ ein Maßnahmenpaket für die Wasserwerkstraße, Vorbereich Schule und Feuerwehr, auf den zweiten Platz. Darin sind unter anderem Fahrradständer, Baumpflanzungen und Sitzgelegenheiten enthalten. Die Ortsratsmitglieder waren sich auch darüber einig, dem Friedhof bei zukünftigen Sanierungsmaßnahmen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Karin Bukies nannte für die Umsetzung des Dorferneuerungsplanes einen Zeitrahmen von zirka sechs Jahren. „Alles was wir heute beraten, geht zunächst in die Planungsphase und kommt zurück in den Ortsrat, um es hier vorzustellen. Wenn es dort auch die Zustimmung findet, wollen wir es umsetzen. Der Sinn der Dorferneuerung ist ja, dass wir alles im breiten Konsens mit der Dorfbevölkerung machen,“ erklärte Jürgen Benk, der allen Beteiligten für die Diskussionsbeiträge dankte. Auf der Tagesordnung stand auch noch der Bebauungsplan „Farnkamp Süd“, den Holger Zorn im Detail vorstellte. Zorn erläuterte die Pläne zur Ansiedlung der Firma EDEKA mit einer Verkaufsfläche von zirka 1200 Quadratmetern. Es werde eine Linksabbiegespur an der L190 eingerichtet sowie eine Querungshilfe, hieß es. Damit einhergehend komme eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, was eine Verringerung der Fahrgeräusche mit sich bringt. Die Ortsratsmitglieder nahmen den Antrag zum Bebauungsplan einstimmig an. Helge Zychlinski formulierte noch einen weiteren Antrag, der die Zustimmung aller fand: Auftrag an die Verwaltung, Planungsüberlegungen zur Bebauung der Wiesenfläche zwischen L190, Mittelstraße, Schmiedestraße und Wasserwerkstraße anzustellen. Der Vorschlag von Ortsratsmitglied Walter Zychlinski, sich an dem Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ zu beteiligen, wurde ebenfalls einstimmig angenommen wie auch der Antrag des Ortsbürgermeisters, die restlichen 389,80 Euro Ortsratsmittel auf das Jahr 2014 zu übertragen. Nach zwei Stunden zog sich der Ortsrat zur Beratung im nichtöffentlichen Teil der Sitzung zurück.