Ortsrat prescht vor: Bauland für Elze

In dem markierten Bereich soll das Baugebiet in Elze entstehen. Foto: LGLN
 
Konrad Szymik zeigt das 5,7 Hektar große Areal, das nach dem Willen des Ortsrates Bauland werden soll. Foto: A. Wiese

Ein „Sahnestück“ im Herzen von Elze soll für die Bebauung freigegeben werden

Elze (awi). Elzes Sahnestück soll endlich zur Bebauung frei gegeben werden: Der Ortsrat Elze/ Meitze hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, die Gemeindeverwaltung mit der Überplanung der Grundstücke Szymik und anderer Eigentümer in Elze, zwischen Schmiedestraße und L 190 zu beauftragen. Letzte Woche hatte Ortsbürgermeister Jürgen Benk die Eigentümer und Ortsratsmitglieder zu einem Ortstermin im Autohaus Szymik eingeladen und freute sich über den Konsens: Alle sind einverstanden, ihre Grundstücke an die Gemeinde zu noch auszuhandelnden Konditionen zu verkaufen, damit diese das Land nach dem Optionsmodell weiterverkaufen kann. Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms sei auch intensiv über die weitere Entwicklung von Elze diskutiert worden, berichtete Benk. Dabei habe vorrangig die demografische Entwicklung eine Rolle gespielt und dazu gehöre die Diskussion über die Ausweisung von neuen Wohngebieten und Wohnformen für Alleinstehende, Senioren und Familien.
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Die Bebauung soll nach Wunsch des Ortsrates in Form von kleinen Grundstückseinheiten, Familiengrundstücken, Doppel- und Mehrfamilienhäuser sowie Mietwohnungen erfolgen, führte Benk beim Ortstermin im Autohaus Szymik aus. Konrad Szymik ist Eigentümer der größten freiliegenden Fläche innerorts. Er und zwei weitere Grundstückseigentümer, die links und rechts neben seinem Grundstück Liegenschaften haben, sind an einer Überplanung ihrer Grundstücke zwecks Bebauung ebenfalls interessiert.
Ortsbürgermeister Jürgen Benk ging auf den Siedlungsdruck ein, nachdem auch der B-Plan Uferweg schnell vollgelaufen war. Er möchte die demografische Entwicklung berücksichtigt wissen, Möglichkeiten für seniorengerechtes Bauen eröffnen und Elzern, die vor Ort bauen wollen, Gelegenheit dazu geben. Wenn ein Ort, der zudem noch S-Bahnstandort sei, innerörtlich eine so große Fläche vorhalte, sei diese für ein neues Baugebiet prädestiniert, zumal sich hier alle Bauformen verwirklichen ließen. Elze habe ein großes Wachstumspotenzial, so Benk. In Mellendorf und Bissendorf seien Grundstücke auch bereits schwierig zu kriegen und zudem hochpreisig. Ingemar
Becker von den Grünen stimmte ihm zu: Die meisten Baulücken seien geschlossen, dieses große Grundstück sei ideal für ein neues Baugebiet, doch die wenigsten wüssten überhaupt davon.
Planer Holger Zorn von der Gemeinde begrüßte die Frühzeitigkeit der Planung und die Absicht, Strukturkonzepte zu entwickeln. Helge Zychlinski sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde die Vermarktung der Grundstücke übernehmen sollte, das sei in der Wedemark seit Jahren grundsätzlich Usus. Benk bestätigte dies. Die Gemeinde werde ankaufen, erschließen und zu „erträglichen Preisen“ an die Bauherren verkaufen. Nur auf diese Weise könne so ein riesiges Grundstück beplant werden. Das geplante Baugebiet sei mit 5,7 Hektar das größte, das Elze jemals gehabt habe. Dresslers Hof habe vier Hektar umfasst, der Uferweg 1,7 Hektar.
Auch mit der Dorfentwicklungsplanung harmonierten die Pläne, führte der Ortsbürger-
meister aus. Laut Dorferneuerungsplan soll Elze als Wohnort für alle Generationen attraktiv sein. Deshalb gelte es, Lebensbedingungen zu schaffen, die sowohl denBedürfnissen junger Familien als auch denen der älteren Genereation entgegen kommen. Dazu gehörten neben Einrichtungen der Kinderbetreuung auch eine gute Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume und Angebote für die Freizeitgestaltung. Eine gute Nachbarschaft und örtliche Versorgungsmöglichkeiten gewährleisteten, dass die Menschen auch bei zunehmendem Alter in Elze wohnen bleiben könnten.
Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass in der Gemeinde Wedemark durch den demografischen Wandel erhebliche Strukturveränderungen zu erwarten seien. Auffällig sei hier vor allem der Rückgang des Anteils der Altersgruppe von 31 bis 45 Jahren und der starke Ansieg des Bevölkerungsanteils der über 80-Jährigen. Die veränderten demografischen Rahmenbedingungen erforderten eine frühzeitige Anpassung der Infrastruktur an die neuen Verhältnisse. Verschiedene Modellvorhaben aus anderen Regionen, in denen der demografische Wandel bereits stärker fortgeschritten sei, zeigten Strategien zur Gegensteuerung auf, heißt es im Dorferneuerungsplan. Aus den im Arbeitskreis vorgestellten Projekten ließen sich folgende Empfehlungen ableiten:
• die Nachnutzung vorhandener Bausubstanz (eventuell auch Abriss und Neubau)
• die Beschränkung der Ausweisung von Neubauflächen
• die Entwicklung eines Gebäude-/Leerstand-Katasters beziehungsweise Managements und
• die Schaffung altengerechten Wohnraums einschließlich dazugehörige Infrastruktur.Die Bebauung soll nach Wunsch des Ortsrates in Form von kleinen Grundstückseinheiten, Familiengrundstücken, Doppel- und Mehrfamilienhäuser sowie Mietwohnungen erfolgen, führte Benk beim Ortstermin im Autohaus Szymik aus. Konrad Szymik ist Eigentümer der größten freiliegenden Fläche innerorts. Er und zwei weitere Grundstückseigentümer, die links und rechts neben seinem Grundstück Liegenschaften haben, sind an einer Überplanung ihrer Grundstücke zwecks Bebauung ebenfalls interessiert.
Ortsbürgermeister Jürgen Benk ging auf den Siedlungsdruck ein, nachdem auch der B-Plan Uferweg schnell vollgelaufen war. Er möchte die demografische Entwicklung berücksichtigt wissen, Möglichkeiten für seniorengerechtes Bauen eröffnen und Elzern, die vor Ort bauen wollen, Gelegenheit dazu geben. Wenn ein Ort, der zudem noch S-Bahnstandort sei, innerörtlich eine so große Fläche vorhalte, sei diese für ein neues Baugebiet prädestiniert, zumal sich hier alle Bauformen verwirklichen ließen. Elze habe ein großes Wachstumspotenzial, so Benk. In Mellendorf und Bissendorf seien Grundstücke auch bereits schwierig zu kriegen und zudem hochpreisig. Ingemar
Becker von den Grünen stimmte ihm zu: Die meisten Baulücken seien geschlossen, dieses große Grundstück sei ideal für ein neues Baugebiet, doch die wenigsten wüssten überhaupt davon.
Planer Holger Zorn von der Gemeinde begrüßte die Frühzeitigkeit der Planung und die Absicht, Strukturkonzepte zu entwickeln. Helge Zychlinski sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde die Vermarktung der Grundstücke übernehmen sollte, das sei in der Wedemark seit Jahren grundsätzlich Usus. Benk bestätigte dies. Die Gemeinde werde ankaufen, erschließen und zu „erträglichen Preisen“ an die Bauherren verkaufen. Nur auf diese Weise könne so ein riesiges Grundstück beplant werden. Das geplante Baugebiet sei mit 5,7 Hektar das größte, das Elze jemals gehabt habe. Dresslers Hof habe vier Hektar umfasst, der Uferweg 1,7 Hektar.
Auch mit der Dorfentwicklungsplanung harmonierten die Pläne, führte der Ortsbürger-
meister aus. Laut Dorferneuerungsplan soll Elze als Wohnort für alle Generationen attraktiv sein. Deshalb gelte es, Lebensbedingungen zu schaffen, die sowohl denBedürfnissen junger Familien als auch denen der älteren Genereation entgegen kommen. Dazu gehörten neben Einrichtungen der Kinderbetreuung auch eine gute Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume und Angebote für die Freizeitgestaltung. Eine gute Nachbarschaft und örtliche Versorgungsmöglichkeiten gewährleisteten, dass die Menschen auch bei zunehmendem Alter in Elze wohnen bleiben könnten.
Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass in der Gemeinde Wedemark durch den demografischen Wandel erhebliche Strukturveränderungen zu erwarten seien. Auffällig sei hier vor allem der Rückgang des Anteils der Altersgruppe von 31 bis 45 Jahren und der starke Ansieg des Bevölkerungsanteils der über 80-Jährigen. Die veränderten demografischen Rahmenbedingungen erforderten eine frühzeitige Anpassung der Infrastruktur an die neuen Verhältnisse. Verschiedene Modellvorhaben aus anderen Regionen, in denen der demografische Wandel bereits stärker fortgeschritten sei, zeigten Strategien zur Gegensteuerung auf, heißt es im Dorferneuerungsplan. Aus den im Arbeitskreis vorgestellten Projekten ließen sich folgende Empfehlungen ableiten:
• die Nachnutzung vorhandener Bausubstanz (eventuell auch Abriss und Neubau)
• die Beschränkung der Ausweisung von Neubauflächen
• die Entwicklung eines Gebäude-/Leerstand-Katasters beziehungsweise Managements und
• die Schaffung altengerechten Wohnraums einschließlich dazugehörige Infrastruktur.