Osterfeuer in Oegenbostel

Jugendwart Karsten Helms (kniend) mit den Angehörigen der Jugendfeuerwehren aus Oegenbostel und Duden-Rodenbostel sowie Aktiven vor dem lodernden Osterfeuer. Foto: B. Stache
 
Jung und Alt versammeln sich zum Osterfeuer in Oegenbostel. Foto: B. Stache

Jugendfeuerwehr aus Duden-Rodenbostel hilft beim Anzünden

Oegenbostel (st). „Der Bürgerverein Oegenbostel-Bestenbostel hat auch in diesem Jahr wieder das Holzfahren für das Osterfeuer organisiert. Wir haben mit vielen freiwilligen Helfern, darunter auch Kinder, das Holz aufgeladen, mithilfe der Landwirte und Treckergespannen hier an die Flahe gefahren und aufgestapelt“, erklärte Sonja Wilhelms, erste Vorsitzende des umtriebigen Vereins. „Seit drei Jahren dürfen wir am Brelinger Berg kein Osterfeuer mehr machen, was dort 30 Jahre lang funktioniert hat.“ Die Verlegung sei aus Naturschutzgründen erforderlich geworden. Seither findet das Osterfeuer an wechselnden Standorten statt, sehr zum Bedauern der dreizehnjährigen Michelle Mollenhauer von der Jugendfeuerwehr Oegenbostel, die den spannenden Aufstieg zum Brelinger Berg sowie die Büsche und Bäume zum Versteckspielen für Kinder beim Osterfeuer vermisst. „Das Osterfeuer am Brelinger Berg war besser. Es lag dort windgeschützt und man stand mehr in der Gemeinschaft, als hier auf dem windigen Feld“, urteilte ihr 17-jähriger Jugendfeuerwehrkamerad Luca Hauer. Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit des Bürgervereins konnte sich am Karsamstag sehen lassen – nach dem Anzünden um 19 Uhr waren die meterhohen Flammen des mit Stroh angereicherten Holzhaufens weithin sichtbar. Die Oegenbosteler Jugendfeuerwehr, geführt von Jugendwart Karsten Helms, hatte das Osterfeuer entzündet. Sie wurde dabei von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr aus dem benachbarten Duden-Rodenbostel unterstützt, die mit Jugendwart Henning Stöver nach Oegenbostel gekommen war. „Wir sind im vergangenen Jahr das erste Mal mit unserer Jugendfeuerwehr hier in Oegenbostel zum Anzünden des Osterfeuers gewesen“, sagte Henning Stöver, der sich nach dem erfolgreichen Inbrandsetzen des Holzhaufens mit seinen Jugendlichen über die Oegenbosteler Einladung auf ein Getränk freute. „Anschließend fahren wir wieder nach Rodenbostel, um dort das eigene Osterfeuer anzuzünden. Wir freuen uns schon auf das Stockbrot.“ Die Verbindung zwischen den noch jungen Angehörigen beider Ortsfeuerwehren funktioniert. „Zusammen haben wir acht Jugendliche, mit denen wir viele gemeinsame Dienste leisten“, bestätigte Jugendwart Karsten Helms. Für die Versorgung der vielen Gäste beim Osterfeuer hatte der Bürgerverein Oegenbostel-Bestenbostel einen Essens- und Getränkestand aufgebaut, an dem Vorsitzende Sonja Wilhelms kräftig mit anpackte, um die große Nachfrage an Bratwurst, Schinkengriller und Nackensteak zu befriedigen. Ortsbrandmeister Guido Plesse hatte es sich nicht nehmen lassen, mit Feuerwehrkameraden den Pommes-Stand zu betreiben. „Während unsere Jugendfeuerwehr das Osterfeuer anzündet, sorgen die Aktiven für die Brandsicherheitswache“, erklärte er. Dazu war die Freiwillige Feuerwehr Oegenbostel mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) vorgefahren. Der Erlös aus dem Speisen- und Getränkeverkauf kommt dem Bürgerverein und damit dem Ort zugute. „Wir haben zuletzt den Spielplatz errichtet und organisieren Busfahrten, wie beispielsweise zum Landschaftspark Iserhatsche nach Bispingen“, so die Bürgervereinsvorsitzende. Ihren besonderen Dank richtete sie an alle Oegenbosteler und Bestenbosteler Bürger, die freiwillig mitgeholfen hatten, den Osterfeuerabend zu gestalten. „Und allen Landwirten, die uns ihre Trecker zur Verfügung gestellt haben.“