Osterlämmersegen im Hause Brötz

Rund um den alten Schafstall, den Familie Brötz wieder original restauriert hat, als sie 1980 ihr Herz für die Schafzucht entdeckte, wuseln in diesem Frühjahr pünktlich zum Osterfest sieben Schwarzkopfschaflämmer mit ihren vier Müttern sowie zwei Jährlinge. Fotos: A. Wiese

Drei Zwillingspärchen und ein Einzellamm tummeln sich in Elze

Elze (awi). „Es stand noch gar nichts im ECHO, habt ihr dieses Jahr keine Lämmer?“ Solche und ähnliche Sätze haben Margret und Uwe Brötz aus Elze auch in diesem Jahr bereits mehrfach gehört. In der Wedemark gibt es keinen Berufs-, aber mehrere Hobbyschäfer. Dazu gehört auch das Ehepaar Brötz aus Elze – und das seit 38 Jahren. Und seit im ECHO vor 14 Jahren das erste Mal Fotos von Brötz‘ Osterlämmern erschienen, warten die Leser jedes Jahr darauf. Die Lämmer und der Bericht über sie ist nicht nur der Garant für den Frühlingsbeginn, sondern auch der Startschuss für die Elzer aller Generationen, ihren Spaziergang so zu legen, dass sie an der Wasserwerkstraße und dem alten Schafstall vorbeikommen. Das Tor zum Grundstück ist für alle, die den niedlichen Lämmern beim Spielen auf der Weide zusehen möchten, immer offen. „Wir stellen in den nächsten Tagen auch die Bank wieder auf“, schmunzelt Margret Brötz, die sich genau wie ihr Mann über die Schafliebhaber freut, die vorbeigucken. In diesem Jahr sind alle sieben Lämmer problemlos gekommen, obwohl drei Zwillingspärchen dabei waren, freut sich Margret Brötz. Bei den ersten seien sie und ihr Mann noch nicht einmal dagewesen, aber die Nachbarin, die selber Schafe habe, habe der werdenden Mutter kompetent beigestanden und alles habe wunderbar geklappt. Die restlichen Lämmer purzelten nur so ins Stroh und erholten sich dann unter der Rotlichtlampe. Den morgendlichen Auslauf genießen die Winzlinge trotz der doch recht frischen Temperaturen und flitzen gemeinsam rund um den Steinhaufen und in Schlangenlinien um ihre Mütter. „Es ist komisch, die Rennstrecke ist bei allen Lämmern jedes Jahr die selbe, obwohl sie ja nicht wissen können, wo die anderen Lämmer gelaufen sind“, wundert sich Margret Brötz, die hofft, dass es wie in den Vorjahren auch auf der Sommerwiese keinen Ärger mit dem Wolf geben wird.