Parken auf dem Streifen ist verboten

Parkende Autos auf dem Fahrradschutzstreifen entlang der Bissendorfer Straße zwingen die Radfahrer zum Ausweichen in den Straßenraum. Polizei und Gemeinde weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Parken auf dem Streifen verboten ist. Die Polizei hat letzte Woche „Strafzettel“ á 20 Euro verteilt. Fotos: A. Wiese

Schonzeit ist vorbei – Polizei und Gemeinde greifen jetzt rigoros durch

Mellendorf (awi). Ein Fahrradschutzstreifen ist ein gekennzeichneter und zusätzlich in regelmäßigen Abständen mit dem Piktogramm Fahrräder markierter Teil der Fahrbahn. Das Parken ist auf diesem Schutzstreifen absolut verboten und seit 1. September 2009 in der StVO pauschal geregelt, so dass es keiner weiteren Beschilderung bedarf. Ob die Autofahrer, die regelmäßig auf dem Fahrradschutzstreifen entlang der Bissendorfer Straße parken, das nicht wissen oder das Verbot aus Bequemlichkeit ignorieren, ist nicht bekannt. Tatsache ist, dass Radfahrer sich in den letzten Tagen und Wochen permanent bei der Polizei und der Gemeinde beschwert haben und beide jetzt angekündigt haben, rigoros durchzugreifen.
Peter Wengler, Chef des Einsatz- und Streifendienstes im Mellendorfer Kommissariat, berichtete auf Anfrage, dass die Beamten in der zurückliegenden Woche mehrfach kostenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen hätten, die von den Autofahrern dann im Kommissariat bezahlt worden wären. Die Polizei wird im ruhenden Verkehr meistens nur dann tätig, wenn eine akute Gefährdung vorliegt. Das ist aber der Fall, wenn die Radfahrer wegen der parkenden Fahrzeuge ständig vom Schutzstreifen auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Da nicht auszuschließen ist, dass doch ein Mangel an Information für das Fehlverhalten der Autofahrer verantwortlich ist, plant die Gemeinde nach Informationen des ECHO in der nächs-ten Zeit eine Information durch Flugblätter begleitend zu den res-triktiven Maßnahmen, wie sie die Polizei in der vergangen Woche bereits vorgenommen hat. Ansonsten gilt im Bereich der Fahrradschutzstreifen, dass sie auch dann nicht von den Autofahrern befahren werden dürfen, wenn gerade keine Radfahrer darauf unterwegs sind. Das Überfahren der gestrichelten Linie ist lediglich dann kurzzeitig gestattet, wenn der Gegenverkehr ein Ausweichen unvermeidlich macht und dadurch kein Radfahrer gefährdet wird. Entsprechende Informationen hatte die Polizei umfänglich gegeben, als der neue Fahrradschutzstreifen an der Scherenbosteler Straße in Bissendorf in Betrieb genommen wurde.