Patenschaft besteht seit 50 Jahren

Oberstleutnant Ole Petersen (von links) bedankt sich bei Patenschaftssprecher Friedhelm Hohls und Ortsbürgermeister Peter Reuter für die Urkunde zur Bestätigung der 50-jährigen Patenschaft. Foto: B. Stache
 
Die Urkunde bestätigt die 50-jährige Patenschaft zwischen Duden-Rodenbostel-Ibsingen und der S4-Abteilung Panzergrenadierbataillon 33. Foto: B. Stache

Duden-Rodenbostel und Ibsingen feiern mit Panzergrenadieren aus Luttmersen

Rodenbostel (st). 50 Jahre Patenschaft zwischen Duden-Rodenbostel-Ibsingen und der S4-Abteilung Panzergrenadierbataillon 33 in der Wilhelmsteinkaserne Luttmersen – dieses schon geschichtliche Ereignis feierten Dorfgemeinschaft und Soldaten jetzt gemeinsam in einem Zelt neben dem Feuerwehrgerätehaus in Rodenbostel. Am 12. Mai 1967 wurde diese Verbindung mit dem ehemaligen Panzerbataillon 33 geknüpft. Friedhelm Hohls, heutiger Sprecher der Patenschaft, erinnerte mit einer Bilderserie an die gelebte Geschichte der Patenschaft, vom Beginn mit Fred Fricke und Friedrich-Wilhelm Meyer bis in die heutige Zeit. Die komplette S4-Abteilung des Panzergrenadierbataillon 33 nahm mit acht Soldaten unter Führung des S4-Stabsoffiziers Oberstleutnant Ole Petersen an der Jubiläumsfeier teil. Am Nachmittag hatte Friedhelm Hohls die Gruppe auf einem Anhängergespann durch die Gemarkung und Patenschaftsdörfer geführt. Nach Rückkehr stellte Ortsbrandmeister Friedrich Koch die Ausstattung des Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF-W) vor. An der Patenschafts-Jubiläumsfeier mit zirka 60 Gästen nahmen auch Ortsbürgermeister Peter Reuter mit einem Grußwort und dessen Stellvertreter Wolfgang Kasten teil. In seiner Festansprache dankte Patenschaftssprecher Hohls den vielen Helfern, die sich beim Zeltaufbau eingebracht hatten, und den Spendern. Gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister übergab er die Patenschaftsurkunde zur Bestätigung der 50-jährigen Verbindung an Oberstleutnant Ole Petersen. Dieser erinnerte in seiner Dankesrede an die Besonderheit dieser Patenschaft. „Bei meinem Dienstantritt in Luttmersen im Oktober 2015 war ich sehr verwundert darüber, dass eine Stabsabteilung eines Bataillons eine Patenschaft zu einer Gemeinde pflegt. Bisher kannte ich dies nur von Seiten einer Kompanie aus.“ Mit Hinweis auf geänderte Dienstzeitregelungen in der Bundeswehr mit einer 41-Stunden-Woche und stärkerer Orientierung der Soldaten auf ihre Freizeit und die persönlichen Interessen, sei es „mehr und mehr dem Engagement einzelner Akteure zu verdanken, dass unsere Patenschaft weiter aktiv Bestand hatte“, erklärte Ole Petersen. Er bedankte sich herzlich bei Friedhelm Hohls und Oberfeldwebel Alexander Thurm für ihre beharrliche Arbeit. Der Oberfeldwebel bereitet sich momentan auf einen Zivilberuf nach seiner Bundeswehrzeit vor. Sein Nachfolger als Materialdispositionsfeldwebel und „Kontaktmann zur Patenschaft“ ist Oberfeldwebel Michael Peters. Der militärischen Delegation gehörten weiterhin an: Oberleutnant Patrick Mertes, Oberstabsfeldwebel Peter Dewenter, die Stabsunteroffiziere Jessica Schlütermann und Benedikt Ludewig sowie der Oberstabsgefreite Sebastian Wienecke. Ein kurzer Film über das Panzergrenadierbataillon 33 mit seinem Hauptwaffensystem Schützenpanzer Puma wurde von Oberstleutnant Ole Petersen kommentiert. Hermann Drösemeyer-Hasselbring hatte noch ein Geschenk für die Soldaten mitgebracht: ein Holzwappen der Ortschaften Duden-Rodenbostel-Ibsingen. Nach dem gemeinsamen Abendessen, für das Fleischerei und Partyservice Heims aus Schwarmstedt ein warmes Büfett aufgebaut hatte, wurde die Feier im Zelt und am Feuerkorb im Freien fortgesetzt. Für den Getränkeausschank sorgte der Gailhofer Getränkemarkt Göing. In den Gesprächen, wie auch zuvor bei den Ansprachen, wurde eines deutlich: alle wünschten sich eine Fortsetzung der Patenschaft.