Petrus macht einen Strich durch die Rechnung

Die Bumchucks um ihren Frontmann Felix Fleischmann (links) traten zur besten Spielzeit um kurz nach 21 Uhr auf. (Foto: S. Birkner)

250 Besucher trotzen bei Burning Stage Wind und Wetter

Mellendorf (sb). Alles war hergerichtet für ein richtig großes Musik-Event, doch die exorbitanten Besucherzahlen blieben aus. Den Weg zum Burning Stage Open Air am vergangenen Sonnabend fanden insgesamt trotzdem rund 250 Musikbegeisterte.
Es war ganz eindeutig, Schuld hatte der Regen. Nie war eine Musikveranstaltung in der Wedemark so professionell, nie die Rahmenbedingungen so gut gewesen. Die Gemeindejugendpflege hatte an alles gedacht: Das gesamte Gelände um die Mellendorfer Jugendhalle war umzäunt wie ein richtiges Festival-Gelände, Bratwurst- und Getränkebuden sorgten für das leibliche Wohl, eine professionelle Bühne mit hervorragender Belichtungs- und Beschallungsqualität stand zur Verfügung, Securities waren im Einsatz und für den Notfall standen permanent Rettungssanitäter bereit. „Wir sind mit dem Verlauf sehr zufrieden, hätten natürlich dennoch gerne mehr Besucher gesehen“, sagte Gemeindejugendpfleger und Hauptorganisator Torbjörn Johansen am Rande der Konzerte.
Von 17 Uhr an spielten am Sonnabend bis in den späten Abend insgesamt sechs Bands jeweils eine Dreiviertelstunde lang. Das Open-Air, das immer wieder von heftigen Schauern und Windböen gestört wurde, ist laut Johansen trotz der verhältnismäßig geringen Besucherzahl als Erfolg zu werten. „Wir haben es geschafft, die Veranstaltung im großen Rahmen aufzuziehen. Dabei ist deutlich geworden, dass so etwas funktionieren kann“, sagte er.
Den Besuchern, die den Weg zu Jugendhalle gefunden hatten, haben die Musik, die Stimmung und der gesamte Rahmen positiv überrascht. „Man kann der Organisation für das, was hier auf die Beine gestellt wurde, nur ein großes Kompliment machen“, sagte der 15-jährige Jakob Klages aus Mellendorf. „Wenn das Wetter mitgespielt hätte, wären mit Sicherheit mindestens dreimal so viel Besucher gekommen und das ganze wäre ein reines Spätsommerfest geworden“, ist er sich sicher. Ähnlich sieht es die 17-jährige Lenne Quentin aus Brelingen. „Ich bereue es nicht, gekommen zu sein. Am besten haben mir Herr Flamingo und die Bumchucks gefallen“, erklärte sie.
Übrigens sagte Johansen, dass es unsinnig sei, die Fortsetzung des Open-Airs gleich nach seiner ersten Auflage auszuschließen. „Alle Beteiligten werden sich in einigen Wochen zusammensetzen und dann eine Gesamtbilanz ziehen“, sagte der Gemeindejugendpfleger, der durchaus guten Mutes ist, im nächsten Jahr eine weitere Auflage der Musikveranstaltung präsentieren zu können. „Wird sind auf jeden Fall dafür, dass die ganze Party noch einmal wiederholt wird“, fanden die 14- und 17-jährigen Brüder Tilman und Friedrich von Samson. „Wenn dann das Wetter mitspielt, kann aus dem Open Air etwas richtig Großes werden.“