Pfadfinder tragen Friedenslicht weiter

Vier Pfadfinderinnen des Stammes Arche Noah zeigen während der Andacht das Friedenslicht, das sie als Symbol des Glaubens an die Menschen weitergeben. (Foto: S. Birkner)

Stamm Arche Noah bringt Friedenssymbol in die Wedemark

Mellendorf (sb). Kehrt man die bekannte Redensart „Wo Licht ist, da ist auch Schatten“ einmal ins sinnbildliche Gegenteil „Wo Schatten ist, da ist auch Licht“ um, ist das wohl die anschaulichste Art und Weise, das alljährliche Vorhaben der verschiedenen Pfadfinderverbände zu erklären. Mit einem so genannten Friedenslicht, einem in Bethlehem entfachten Feuer, möchten sie Licht und Hoffnung an Orte des sozialen Miteinanders tragen, an denen normalerweise übermäßig viel Leid und Trauer herrscht. In der Abendandacht vor dem Vierten Advent gab der Wedemärker Pfadfinder-Stamm „Arche Noah“ das Friedenslicht jetzt über Kerzen an die Kirchenbesucher weiter. Die Jugendlichen hatten die Andacht selbst mitgestaltet, lasen Bibelverse vor und riefen die Anwesenden zu mehr Sozialbewusstsein auf. „In der Weihnachtszeit sollte man nicht nur daran denken, wie gut die eigene Situation, sondern wie schlecht der Lebensstandard anderer Menschen ist“, appellierten die Pfadfinder an die rund 150 Andachtsbesucher. Das Friedenslicht, das im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ 1994 vom ORF initiiert worden war, war vor der Abendandacht von Bethlehem über Wien nach Hannover gekommen, von wo die Pfadfinder es in einer zentralen Aussendefeier abgeholt und nach Mellendorf gebracht hatten. Nun soll das Friedenslicht in verschiedenste Institutionen wie Krankenhäuser, Asylbewerberheimen oder Gefängnisse getragen werden, um dort das Gefühl der Nächstenliebe zu verbreiten und neue Lebensfreude anzutreiben. Vor dem Gottesdienst hatten die Pfadfinder das Friedenslicht auch dem Gemeindebürgermeister Tjark Bartels gebracht.