Pfarrhausbrand war nur eine Übung

„Brand im Pfarrhaus mit Rettung von drei Menschen aus dem Haus“ lautete der Einsatzbefehl für die simulierte Situation an der Mellendorfer Wedemarkstraße am Sonntagmorgen vor vielen Zuschauern. Foto: A. Wiese

Feuerwehr Mellendorf stellte öffentlich Schnelligkeit und Kompetenz unter Beweis

Mellendorf (awi). Die öffentlichen Übungen im Jahr des 90-jährigen Bestehens der Feuerwehr Mellendorf im vergangenen Jahr waren so gut angekommen, dass die freiwilligen Brandschützer sich entschlossen hatten, eine solche Aktion auch in diesem Frühjahr durchzuziehen. Und so drang am Sonntagvormittag direkt nach dem Gottesdienst Rauch aus dem Pfarrhaus an der Wedemarkstraße. Da die Übung öffentlich angekündigt worden war und Pastorin Silke Noormann gesund und munter draußen herumlief, wussten alle Schaulustigen beim Anrücken der Einsatzfahrzeuge, dass es sich nur um eine Übung handelte. Doch die war nicht weniger spannend: Zunächst rückten nacheinander Mellendorfs Rüstzug und Tanklöschfahrzeug an, dann rüsteten sich die Atemschutzgeräteträger, um im v0n einer Nebelmaschine verqualmten Gebäude nach Opfern zu suchen. Und sie wurden „fündig“: Schon bald wurden zunächst zwei „Personen“ (in Wirklichkeit waren es natürlich Dummys, die aber mit 75 Kilogramm ein durchaus realistisches Gewicht hatten) aus dem Erdgeschoss geborgen, dann rüsteten die Feuerwehrleute die mittlerweile eingetroffene Drehleiter mit einem Trageaufsatz aus, um aus dem Obergeschoss über ein Fenster die dritte Person zu bergen, was ebenso reibungslos gelang. Der stellvertretende Ortsbrandmeister von Mellendorf, Cord Hanebuth, kommentierte den Einsatz für die Zuschauer, die mit entsprechendem Abstand staunend das Geschehen verfolgten. Und Hanebuth vergaß auch nicht zu erwähnen, dass bei einem richtigen Einsatz die geretteten Personen natürlich nicht einfach nur auf dem als Sammelstelle für Verletzte dienenden Rasenplatz abgelegt würden, sondern sich dann Rettungssanitäter um sie kümmern würden. Pastorin Silke Noormann und Pastor Michael Brodermanns, die mit der Feuerwehr im Rahmen der Notfallseelsorge eng zusammenarbeiten, waren sichtlich beruhigt, wie schnell die Brandschützer die „Flammen“ im Griff und die im Haus eingeschlossenen „Personen“ in Sicherheit gebracht hatten. Und etwas zögernd stimmte Pastorin Noormann schließlich zum Abschluss auch noch dem Einsatz von „echtem Löschwasser“ zu Demonstrationszwecken zu, das aber nur den Garten unter Wasser setzte.
 auf anderen Webseiten