Pläne für das Mooriz vorgestellt

Architekt Roger Ahrens, Annette Malkus-Butz und Norbert Diedrich (v. r.) stellten auf der Sitzung des Ortsrates von Resse die Pläne für das Moorinformationszentrum (Mooriz) vor, das Modell zeigt den Standort innerhalb Resses. Foto: L. Irrgang

Architekt präsentiert Planung in Ortsratssitzung

Resse (ig). Die Planungen für das Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse sind weiter vorangeschritten. Der Entwurf für das Gebäude, welches entstehen soll, stellte Architekt Roger Ahrens in der jüngsten Sitzung des Ortsrates ausführlich vor. Die Vorstellung diene auch dazu, Anregungen und Ideen aufzunehmen, betonte zudem Norbert Diedrich von der Region Hannover. Die Region wird das Mooriz bauen, bei den Planungen sei deutlich geworden, dass man ein Infozentrum mit einer umfassenden Konzeption für die aus dem Konjunkturpaket II stammenden 950.000 Euro bekommen kann, „das ist so finanzierbar, wenn auch knapp“, so Diedrich. Da der Kreuzungsbereich zwischen der L380 und der Straße „Altes Dorf“ verkleinert werde, und Teile der Fläche für das Gebäude gebraucht werden „kann man sagen, wir bauen auf der Straße“, so Architekt Ahrens. Das eingeschossige Gebäude werde unter anderem über große Räume verfügen, so Ahrens, „einen Ausstellungsbereich mit 120 Quadratmetern und einem Vortragsbereich mit 100 Quadratmetern. Zudem werde eine mobile Box in der Mitte des Gebäudes ein vielseitiges und flexibles Raumkonzept ermöglichen, so dass man sich den jeweiligen Bedürfnissen anpassen könne, so Ahrens. Für den Innenbereich sei ein robustes Ausstellungssystem angedacht, mit welchem man unterschiedlichste Ausstellungen in dem Gebäude zeigen könne. Sanitär und Abstellräume runden neben einem geplantem Kiosk das Raumangebot ab. Das Gebäude soll sich in die dörfliche Struktur einfügen, so der Architekt, „von außen ähnelt der Bau einer Scheune, dazu trägt auch die Holzverkleidung bei.“ Der Baubeginn für das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 340 Quadratmetern könnte Mitte Oktober erfolgen, etwa im Juni sei die Eröffnung möglich.
Lange habe nach einem geeignete Standort gesucht, erläuterte Resses Bürgermeister Jörg Woldenga, der nun ausgewählte Platz an der L380 habe sich als Favorit herausgestellt. Gemeindebürgermeister Tjark Bartels nannte das Mooriz wichtig, „um das Moor den Menschen näher zu bringen.“ Resse liege im Moorgebiet „und dann gehört ein solches Zentrum auch hierher.“ Was geplant ist, nannte Bartels „sehr gelungen.“ Eine Nutzungsvereinbarung werde die Nutzung des Gebäudes als Moorinformationszentrum sicherstellen, „gleichwohl ist es auch für öffentliche und örtliche Zwecke nutzbar, genauso wie auch Schulen und etwa Turnhallen in der Gemeinde mitunter genutzt werden.“ Jochen Pardey vom Verein Bürger für Resse betonte, dass das Zentrum allen Organisationen offen stehe, die sich mit dem Moor beschäftigen.
Der Applaus und die laute Zustimmung der zahlreichen anwesenden Einwohner Resses zeigte, dass die Planungen für das Mooriz überzeugten und den Zuspruch der Bürger erhielten.