Planung für den Moor-Erlebnispfad vorgestellt

Marcel Hollenbach (rechts) und Thomas Beuster stellen im MOORiZ den Plan zum Bau eines Moor-Erlebnispfads sowie zur Wiederherstellung einer Sandheide vor. Foto: B. Stache

Region Hannover baut bis Frühjahr 2019 Holzstege ins Otternhagener Moor

Resse (st). „Die Eröffnung des Pfades mit einem feierlichen Akt ist für das Frühjahr 2019 geplant“, kündigte Marcel Hollenbach vom Team Naturschutz der Region Hannover an. Am Mittwochnachmittag leitete er als Vertreter der Bauherrin Region Hannover eine Informationsveranstaltung im Moorinformationszentrum (MOORiZ) zum geplanten Moor-Erlebnispfad. Dieser soll zwischen dem Resser Sportplatz und der alten Autobahntrasse in das Otternhagener Moor führen – mit eine Gesamtlänge von zirka eineinhalb Kilometern, 500 Meter davon als Holzsteg. Für den Stegboden sollen Eichenbohlen Verwendung finden, das Geländer wird aus Lärchenholz gefertigt. Die weiteren Abschnitte des Moor-Erlebnispfads bestehen aus Wegen mit Holzhackschnitzeln als Bodenbedeckung. „Die baulichen Anlagen sollen im Hintergrund stehen. Es geht ja um das Naturerlebnis“, betonte Marcel Hollenbach. Zu Beginn der Präsentation, an der zirka 20 Bürger teilnahmen, hatte er darüber informiert, welche Beteiligten die in das Projekt eingebunden sind: Europäische Union, Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, LEADER-Förderung, Verein Bürger für Resse mit dem MOORiZ, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Niedersächsische Landesforsten und Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM). Thomas Beuster von der ÖSSM unterstützt als Auftragnehmer die Region Hannover bei der Umsetzung der Baumaßnahmen Moor-Erlebnispfad. „Der Holzsteg soll barrierefrei gestaltet werden“, führte er aus. Für den tragfähigen Unterbau, der 30 bis 40 Jahre halten soll, sind Schraubfundamente aus Metall vorgesehen. „Wir kommen ohne Baugenehmigung aus“, erklärte Thomas Beuster. Dennoch sei ein Statiker in die Planungen eingebunden. Im Zuge des Stegs werden Erlebnis- und Informationspunkte installiert. Für den Moor-Erlebnispfad wurden allerlei Vorschläge eingebracht. So sind unter anderem eine Matschkuhle, Schautorfstich, Schwingrasenbrücke, Kranichfiguren und große Liegestühle aus Holz geplant. Es gibt auch eine Anbindung an den zirka zwei Kilometer entfernten Resser Waldlehrpfad. „Ich finde das Projekt ganz toll. Wir haben das ja hier im MOORiZ entwickelt. Es ist sehr begrüßenswert, dass die Region Hannover das übernommen hat. Damit ist das Projekt auf breitere Schultern gestellt, und es kann mit erheblich größerem finanziellen Aufwand gearbeitet werden“, erklärte Revierleiter Thomas Deppe. Er könne sich gut vorstellen, dass der Moor-Erlebnispfad viele Besucher anziehen wird, zumal die Nordhannoversche Moorroute parallel vorbeiläuft. „Ich sehe es beim Waldlehrpfad, wie schön der angenommen wird. Der Erlebnispfad ist eine gute Ergänzung.“ Marcel Hollenbach informierte auch über die Planungen zur Gestaltung einer zirka eineinhalb Hektar großen Sandheidefläche in unmittelbarer Nähe zum Resser Sportplatz. Diese Maßnahme, die im kommenden Winter mit der Entnahme von Bäumen beginnen wird, steht in engem Zusammenhang mit dem sich anschließenden Moor-Erlebnispfad, zu dem ein barrierearmer Weg vorgesehen ist. „Das wird ein gewaltiger Fortschritt sein für Resse“, freute sich Renate Kolb, stellvertretende Vorsitzende im Verein Bürger für Resse, der das MOORiZ betreibt. „Mich hat besonders gefreut, mit welcher Detailfreude Sie an die Arbeit gegangen sind“, lobte sie nach der Präsentation die beiden Vortragenden.