Plumhofer Chronik erscheint Pfingsten

Werner Beermann hat eine umfassende Chronik für den kleinen Ort Plumhof erstellt und bietet sie Interessierten am Pfingstmontag und am Dienstag nach Pfingsten von 9 bis 18 Uhr auf seinem Hof in der Brinkhansstraße 13 für 20 Euro zum Kauf an. Die erste Auflage des Werkes umfasst 50 Exemplare. Foto: A. Wiese

Mehrere Jahre hat Werner Beermann recherchiert – Gemeinde unterstützt mit Druck

Plumhof (awi). „Unsere schnelllebige Zeit mit ihren Anforderungen und ständig neuen Aufgaben lässt uns oft vergessen, was einst war und was doch für uns alle als der Wurzelboden von großer Bedeutung ist. Es ist richtig, dass die Zukunft für uns das Wichtigste ist, aber ohne Vergangenheit werden wir die Zukunft nicht verstehen und werden ihr nicht gerecht werden.“ Mit diesen Worten beginnt Werner Beermann seine Ausführungen über die Geschichte des Dorfes Plumhof. Die Chronik, an der der 72-Jährige zwei Jahre lang geschrieben und noch viel länger recherchiert hat, ist gerade beim Buchbinder. Die ersten 50 Exemplare werden am Pfingstmontag und am Dienstag nach Pfingsten von 9 bis 18 Uhr auf Beermanns Hof in der Brinkhansstraße 13 in Plumhof zum Verkauf angeboten.
„Das Einmalige an dieser Chronik ist, dass alle Hofstellen aus Plumhof im Kirchenbuch so weit wie irgend möglich zurückverfolgt wurden und dadurch sehr genaue Daten ermittelt werden konnten“, erzählt Werner Beermann. Außerdem ist diese Ortschronik komplett in Farbe gedruckt. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Gemeinde Wedemark, die den Druck der 50-mal 157 DIN A4-Seiten kostenlos übernommen hat, so dass Beermann nur noch den Buchbinder finanzieren musste. Auf diese Weise sei es möglich, die Chronik des Dorfes Plumhof für nur 20 Euro anzubieten, freut sich Beermann. Einen besonderen Motivationsschub, eine Chronik für das Dorf Plumhof zu erstellen, habe er dadurch erhalten, dass der mittlerweile verstorbene Rolf Tornow aus Plumhof wunderschöne Fotos vom Dorf gemacht habe und es sich wirklich lohne, diese Bilder nicht nur den gegenwärtig in Plumhof Lebenden zugänglich zu machen, sondern auch nachfolgenden Generationen zu erhalten. Werner Beermann richtet an dieser Stelle auch ein Dankeschön an alle Dorfbewohner, die ihre Bilder als bleibende Dokumente für die Chronik zur Verfügung gestellt haben und bedankt sich für die Unterstützung durch Dr. Hellmuth Hahn aus Bissendorf und Friedel Lüddecke aus Evensen, von deren Chronikerfahrung er habe profitieren können. Bürgermeister Tjark Bartels betont in seinem Grußwort zur Chronik, viele Menschen hätten Material, Erfahrung und Geschichten weitergegeben, die ansonsten unwiederbringlich verloren gegangen wären. Einheimische könnten vieles wiedererkennen, für Menschen von außen werde ein Tor aufgestoßen, das einen tiefen Blick in die Geschichte zulasse. Auf 157 Seiten erfahren die Leser der Plumhofer Chronik viele Einzelheiten aus der Geschichte des Dorfes Plumhof und seiner Umgebung. Da geht es um die Abdeckerei auf der Fillerheide, die Plumhofer Mühlen, den Kalischacht Hope, die Plumhofer Schulchronik, die Kirchen und Pas-toren, den Schützenverein und den Beregnungsverand. Vom schwarzen 15. Oktober 1944 ist die Rede, von Kriegsgeschehnissen und dem Kriegswinter 1939/1940. Es gibt eine Zeitzeugenbefragung mit Hilde Plinke, das Plumhofer Tischgebet, Wissenswertes über Berkhof und seine Feuerwehr, die Plumhofer Realgemeinde und die Jagdgenossenschaft, die Plumhofer Hofstellen, nach 1900 gebaute Häuser und Klein Plumhof. Und natürlich kommen auch Anekdoten nicht zu kurz. Mehr erfahren Sie im nächsten Wedemark ECHO!