Politik sucht Frauen-Interessierte

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde, Regina Niehoff, rief zusammen mit Caren Marks und Angela Klingrad (v. r.) auf, sich bis zum 05. März beim Mentoring-Programm zu bewerben. (Foto: L. Irrgang)

Bis zum 5. März für kommunalpolitische Nachwuchsförderung bewerben

Wedemark (ig). Die Bewerbungsfirst für das Niedersächsische Mentoring-Programm läuft noch bis zum 05. März, darauf hat die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wedemark Regina Niehoff hingewiesen. Es ist die mittlerweile vierte Auflage des Nachwuchsförderungsprogramms, in welchem man „als Tandem, also ein Mentor oder Mentorin und eine Frau“, versucht, den Einstieg in die Kommunalpolitik zu erleichtern. Mentoring sei ein sinnvolles Verfahren, um Frauen für die kommunalpolitische Arbeit zu gewinnen, so die Gleichstellungsbeauftragte. Die Mentee schaut ihrem Mentor oder Mentorin beim politischen Alltagsgeschäft über die Schulter und lernt die Kommunalpolitik kennen. Gemeinsam mit Angela Klingrad (Grüne) und Caren Marks (SPD) und so mit zwei Frauen, die beim ersten Mentoring-Programm im Jahr 2000 mitgemacht haben, erläuterte Niehoff die Hintergründe. Frauen sind in der Kommunalpolitik stark unterrepräsentiert, in niedersächsischen Kommunal-Parlamenten durchschnittlich mit 24,4 Prozent. „In der Wedemark jedoch besser, hier sind es knapp 30 Prozent.“ Sie selbst sei damals von der Gleichstellungsbeauftragten aufgefordert, an dem Programm teilzunehmen, so Klingrad, „und es war eine tolle Erfahrung zu sehen, wie Kommunalpolitik funktioniert, es war auf jeden Fall ein Gewinn.“ Wer sich politisch engagiere, trage auch zur Lebensqualität bei, so Klingrad, „und man kann auch die weibliche Sicht in die Politik einbringen.“ Sie selbst sei damals zwar schon Vorsitzende des SPD Wedemark gewesen, „aber mich interessierten auch andere Gremien“, so die Bundestagsabgeordnete Marks. Damals habe sie mit ihrem Mentor bei vielen Sitzungen im Landtag teilgenommen. Für sie persönlich folgte später dann die erfolgreiche Bundestagskandidatur. Die Kommunalpolitik sei jedoch die „Wurzel der Gesellschaft“, jede sei herzlich eingeladen, bei dem Mentorin-Programm teilzunehmen, „denn dann kann man auch sehen, was man schon kommunal alles positiv gestalten und erreichen kann.“ Jede könne ihre Ideen einbringen, „und die Gesellschaft braucht diese Ideen.“ Das eine Teilnahme am Mentoring-Programm für interessierte Frauen nicht an den eigenen Kindern und deren Betreuung scheitern dürfe, betonte Klingrad, „die Grünen unterstützen aus diesem Grund die Kinderbetreuung.“ Niehoff ist als Gleichstellungsbeauftragte die Ansprechpartnerin vor Ort, erreichbar unter (05130) 581248 oder per email Regina.Niehoff@Wedemark.de. Hier können sich sowohl Mentoren als auch Mentees melden, eine Anmeldung im Tandem ist aber auch möglich.