Politische Stimmen aus Resse

Jochen Pardey, Jana Adamson und Antje Kaufmann hoffen auf eine konstruktive Mitarbeit aller Ortsratsmitglieder im Interesse von Resse und seinen Bürgern. Foto: B. Stache

CDU- und SPD-Fraktion hoffen auf Zusammenarbeit im Interesse der Bürger

Resse (st). Das neue Führungsteam aus CDU- und SPD-Fraktion im Ortsrat Resse strebt eine größere Transparenz bei der ehrenamtlichen Ortsratsarbeit an. Dies erklärten der neu gewählte Ortsbürgermeister Jochen Pardey (SPD), dessen Stellvertreterin Antje Kaufmann (CDU) und das SPD-Ortsratsmitglied Jana Adamson in einem Pressegespräch im Moorinformationszentrum (Mooriz). „So soll die von der Gemeinde Wedemark bereits seit längerer Zeit bereitgestellte Möglichkeit für einen eigenen Internetauftritt des Ortsrates künftig genutzt werden“, heißt es. Darüber hinaus planen Jochen Pardey und Antje Kaufmann regelmäßige Sprechzeiten – der Ortsbürgermeister wird erstmals am Sonnabend, 28. Januar 2017, von 10 bis 12.30 Uhr im Moorinformationszentrum für die Bürger persönlich zu sprechen sein. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Antje Kaufmann steht jeweils montags von 13 bis 15 Uhr telefonisch unter der Rufnummer (0 51 31) 5 51 01 für Fragen und Anregungen zur Verfügung. SPD- und CDU-Fraktion im Resser Ortsrat möchten auch mit einem weiteren Schritt für mehr Transparenz sorgen. Der Ortsrat wird zukünftig seine Sitzungstermine jahresweise im Voraus planen und bekannt geben, damit sich Bürger, Vereine und Organisationen des Ortes darauf einstellen können. Die nächste Sitzung des Resser Ortsrats findet am Montag, 16. Januar 2017, um 20 Uhr im Mooriz statt und wird sich mit dem Haushaltsplanentwurf 2017 beschäftigen. Mit Hinweis auf die während und nach der konstituierenden Ortsratssitzung vom 28. November 2016 von der Wählergemeinschaft Wedemark Resse (WWR) erhobenen Vorwürfe erklärten CDU- und SPD-Fraktion in ihrer Presseinformation, „dass es keinen Anlass gebe, an der demokratischen Legitimation für die Abstimmungsergebnisse bei den Wahlen zum Ortsbürgermeister und zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin zu zweifeln.“ CDU und SPD hatten bei den Kommunalwahlen vom 11. September gemeinsam 57,5 Prozent der Wählerstimmen erlangt und verfügen mit je zwei Sitzen über die Mehrheit im Ortsrat, in dem die WWR mit drei Mitgliedern vertreten ist. „Da die niedersächsische Kommunalverfassung keine Direktwahl der Ortsbürgermeister und der stellvertretenden Ortsbürgermeister vorsieht, erfolgt die Besetzung dieser Funktionen stets durch Wahl im Ortsrat durch dessen Mitglieder“, betonen CDU und SPD. Die WWR habe in den zwei Monaten nach der Kommunalwahl deutlich erkennen lassen, dass ihr der Wille zum Konsens fehlt. „Sie hat den anderen Fraktionen keinerlei Gesprächsbereitschaft signalisiert, sondern stattdessen vielmehr wiederholt lautstark ihren Führungsanspruch und ihren Anspruch auf den Posten des Ortsbürgermeisters öffentlich verkündet. Das gipfelte in der öffentlichen Anschuldigung, CDU und SPD träten den Wählerwillen mit Füßen, wenn sie nicht bereit seien, der WWR zu folgen.“ CDU und SPD hätten in mehreren Gesprächen schon kurz nach der Wahl weitgehend Konsens herstellen können und sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe verständigt, erklärten deren Ortsratsmitglieder. „Meine Bereitschaft, Jochen Pardey den Vorrang als Ortsbürgermeister zu lassen, hängt mit dessen langjähriger Erfahrung in der kommunalpolitischen Arbeit zusammen“, begründete Antje Kaufmann ihre Entscheidung. Sie hatte bei der Kommunalwahl 398 Stimmen auf sich vereinen können, Jörg Woldenga (bisheriger Ortsbürgermeister) von der WWR erhielt 341 Stimmen und Jochen Pardey 333. „CDU und SPD hoffen sehr, dass sich die WWR möglichst bald zu einer sachlichen Zusammenarbeit mit der Ortsratsmehrheit bereitfindet, denn im Interesse von Resse und seinen Bürgern ist die konstruktive Mitarbeit aller Ortsratsmitglieder in dem Gremium mehr als wünschenswert“, betonte Jana Adamson im Einvernehmen mit Jochen Pardey und Antje Kaufmann.