Postkartenausstellung im Heimatmuseum

Peter Schulze und Marga Hetzel weisen auf die interessanten Postkarten, die sie für die Ausstellung im RichardBrandt-Museum auf übersichtlichen Stelltafeln drapiert haben. Foto: A. Wiese

Viele Leihgaben von Sammlern sind darunter – Markert würde gern verkaufen

Bissendorf (awi). Am morgigen Sonntag, 27. April, öffnet die Sonderausstellung „Gruss aus … –
Historische Postkarten der Wedemark“ im Richard-Brandt-Museum über der Bücherei in Bissendorf. Mit Spannung wird sie nicht nur von Sammlern erwartet. Insgesamt 240 Postkarten hat das Ausstellungsteam um Peter Schulze mit Karin Bock, Marga Hetzel und Sieglinde Lemke zusammengetragen. Ausgestellt werden davon 170 – aus allen Ortsteilen der Gemeinde Wedemark.Diese große Zahl setzt sich zusammen aus einer Leihgabe von 100 Karten durch Karl-Heinz Markert aus Hellendorf, der seine Sammlung übrigens auch verkaufen würde, 60 Karten aus dem Museumsbestand, 50 Karten als Leihgabe von Peter Schulze sowie insgesamt 30 Karten von sieben weiteren Leihgebern, die zum Teil durch Aufrufe in den örtlichen Zeitungen auf die geplante Ausstellung aufmerksam geworden waren. Die Reduzierung auf 170 auszustellende Postkarten erfolgte, um mehrfach abgebildete Motive wie zum Beispiel das Amtshaus in Bissendorf oder andere herausragende Gebäude nicht zu oft zu verwenden. Die älteste Postkarte trägt den Poststempel aus dem Jahre 1896, die jüngste grüßt aus „Wedemark 2“ statt aus Bissendorf. Der Kartenverlag ersetzte die Ortsbezeichnung durch die nach Gründung der Gemeinde Wedemark im Jahre 1974 innerhalb der Gemeinde für Bissendorf eingeführte Zustellpostamtsnummer (3002 Wedemark 2). Neben dieser reinen Präsentation von Postkarten geht es auf großen DIN A 3- Ausdrucken aber auch darum, Hintergründe aufzuzeigen. Welche Inhalte wurden mit diesen frühen Postkarten übermittelt? Nur ein Gruß von einem Ausflug mit der 1890 eröffneten Eisenbahnlinie in einen der Orte entlang der Strecke von Hannover nach Walsrode, oder auch die Bitte eines jungen Mannes um Sendung von Geld, als er im damaligen Heim am Lönssee weilte? In über 30 Ausdrucken sollen so die Geschichte vieler Gebäude offengelegt , Hintergründe aufgezeigt und Vergleiche mit heutigen Strukturen durch aktuelle Fotos vorgenommen werden.
Die Ausstellung bietet also viel mehr als nur eine Präsentation von historischen Postkarten. Interessant ist auch, dass Karten aus (fast) allen Ortsteilen der Wedemark gezeigt werden – rund je 35 Karten von Bissendorf und Mellendorf bis zu jeweils einer Karte aus Oegenbostel und Rodenbostel. Die Ausstellung ist von Sonntag, 27. April, bis zum Sonntag, 29. Juni, jeweils am Sonnabend, Sonntag und Donnerstag – auch am 1. Mai und Pfingstmontag – in der Zeit von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Während des Ökomarktes am Sonntag, 11. Mai, sogar von 11 bis 18 Uhr – also von Beginn des Marktes an.