Projekttag nun zweimal jährlich

Dem Abiturjahrgang diente der Methodentag zur Ausarbeitung von Lernstrategien für die bevorstehenden Prüfungen. Hier erläutern die 18-jährigen Malte Uhlenbusch (links) und Florian Moll dem Kurs ihre Erwartungen und Befürchtungen für die kommenden Monate. (Foto: S. Birkner)

GM lehrt 1200 Schüler in Methodenkenntnis

Mellendorf (sb). Um die Aktivität der Schüler zu gewährleisten und die Lerneffektivität zu erhöhen, hat das Gymnasium Mellendorf (GM) am vergangenen Mittwoch erstmals einen Methodentag veranstaltet. Mit Ausnahme des 12. Jahrgangs, für den ein Studientag zum Schreiben der Facharbeit auf dem Programm stand, erlernten sämtliche Schüler den Umgang mit verschiedensten Lern- und Arbeitsmethoden. „Mit dem Vorangehen der pädagogischen Forschung drängen derart viele komplexe Methoden auf den Markt, dass Methodenschulungen für uns unumgänglich geworden sind“, erklärte Unterstufenkoordinator Hans-Joachim Rödiger am Rande des Projekttags. Bislang seien die Methoden parallel zum Unterrichtsinhalt der verschiedenen Fächer unterrichtet worden. „Natürlich gibt es weiterhin auch fachspezifische Lernanforderungen wie das Auswendiglernen von Vokabeln“, gab Rödiger zu, „für alle anderen fächerübergreifenden Methoden hat die Schule aufgrund ihrer Komplexität den speziellen Projekttag ins Leben gerufen“. Mit rund 20 Lehrerinnen und Lehrern hatte im Vorfeld fast ein Viertel des Kollegiums eine 16-tägige Fortbildung absolviert. Dort hatten die Pädagogen Lernmodule ausgearbeitet und damit den ersten Methodentag vorbereitet. Ende Oktober war dieser schließlich von der Gesamtkonferenz verabschiedet worden. „Derartige Projekttage sollen eine feste Institution am Mellendorfer Gymnasium werden“, verriet Rödiger. Von nun an würden alle Schüler in halbjährlichen Abständen in den Genuss von Methodenschulungen kommen. „Wir haben für die jeweiligen Klassenstufen ein in Form und Inhalt verbindliches Methodenprogramm ausgearbeitet“, erklärte Rödiger. Während die Fünft- und Sechstklässler der Schule eher mit Themen wie der 5-Schritt-Lesemethode oder dem Umgang mit Wörterbüchern und Lexika konfrontiert werden, haben ältere Jahrgänge der Unterstufe ein anderes Methodenprogramm: Sie befassen sich mit Rollenspielen und Rhetoriklehrgängen. Der Doppeljahrgang aus 12. und 13. Klasse wurde hingegen beispielweise mit Übungen zu Zeitmanagement und Langzeit-Lernstrategien intensiv auf das anstehende Abitur vorbereitet. In der didaktischen Konzeption des Methodenprogramms unterscheidet das GM zwischen vier Kompetenzen. Wie Rödiger erläuterte, werden die Methodentage nach folgenden Säulen gegliedert: Lern- und Arbeitstechniken, Teamkompetenz, Kommunikationskompetenz und Sozialkompetenz.