Radweg in Wiechendorf wird gebaut

Strahlende Gesichter bei Wolfgang Graba vom Fachbereich Verkehr der Region, Ortsbürgermeister Jürgen Kowahl, den Ortsratsmitgliedern Heinz Cohrs und Marion Brüggemann-Behnke und Ratsmitglied Erik van der Vorm beim Ortstermin in Wiechendorf am Donnerstag:

Gemeinde übernimmt 50 Prozent der Kosten – andere Hälfte kommt aus Fördermitteln

Wiechendorf (awi). Nach der Prioritätenliste der Region wäre der Radweg in der Wiechendorfer Ortslage an der K102 noch nicht dran gewesen. Dass am Dienstag dennoch Baubeginn für das 350 Meter lange Radwegestück zwischen Schnippheide und Westerfeld ist, dafür können sich die Wiechendorfer bei der Gemeinde bedanken: Sie übernimmt nämlich 50 Prozent der Baukosten von veranschlagten rund 330.000 Euro. Die weiteren 50 Prozent organisiert die Regin über Fördermittel, beteiligt sich aber selbst nicht an der Maßnahme.
Am Donnerstag stellten Fachbereichsleiter Kay Petersen, Mitarbeiter Hartmut Meißner und Wolfgang Graba vom Fachbereich Verkehr der Region die Maßnahme vor, die vor allem durch notwendige Baumfällungen und die Verrohrung eines Grabens aufwändig und teuer, aber für die Sicherheit der Wiechendorfer eine enorm wichtige Angelegenheit ist. 2001 hatte eine Anliegerinititiative zur Schulwegsicherung Am Taubenfeld die Diskussion angestoßen. Zwei Jahre später hatten sich Politik und Verwaltung nach Abwägungder Vor- und Nachteile auf eine provisorische Wegebefestigung auf der Nordseite der Kreisstraße 102 geeinigt. Die Bauleistungen wurden ausgeschrieben, aber der Auftrag dann aufgrund der hohen Kosten nicht erteilt. 2005 verging mit der Suche nach Alternativlösungen. 2006 wurde zumindest eine Fahrbahneinengung an der K 103 Am Taubenfelde/Ortfeld/Westerfeld gebaut. Im Jahr 2007 nahm die Gemeinde die Planungen zur Schulwegsicherheit an der K 102 wieder auf und untersuchte diverse Varianten.
Die Trassenführung über Privatgrundstücke auf der Südseite der K 102 stand dabei auch zur Debatte. 2009 wurden dann in Abstimmung mit der Region Fördermittel zur Anlage eines Radweges beantragt, der Radweg 2010 geplant und ausgeschrieben und der Auftrag am 8. Oktober an die Firma Gerke erteilt, nachdem die Fördermittel verbindlich zugesagt waren. Voraussichtlicher Baubeginn ist Anfang nächster Woche, erklärten Regionsvertreter Graba und Fachbereichsleiter Petersen beim Ortstermin. Der Radweg wird auf einer Länge von 325 Metern in einer Breite von 2,50 bis 2,75 Meter ausgebaut und mit einem Hochbord von der Fahrbahn getrennt. Der Graben wird verrohrt, im westlichen Bereich werden ein paar Linden weichen müssen. Die alten Eichen am jetzigen Jakob-Bohle-Hof sind geschützt und bleiben erhalten. Die Auftragssumme für die Bauleistungen beläuft sich auf 292.165,22 Euro, die für die Nebenleistungen wie Ingenieur-Honorare und Vermessungen auf weitere 40.000 Euro. Ortsbürgermeister Jürgen Kowahl und FDP-Ratsherr Erik van der Vorm brachten am Donnerstag gegenüber Regionsvertreter Wolfgang Graba deutlich zum Ausdruck, dass sie erwarten, dass die Region jetzt verstärkt die Anbindung des neuen Radwegs im Auge hat und möglichst bald die Planung und natürlich die Kosten für eine Verlängerung in Richtung Resse in Angriff nimmt. Auch die am Ortseingang aus Richtung Resse geplante Einengung zur Verkehrsberuhigung sollte eigentlich von der Region – zumindest anteilig – finanziert werden, erklärten sowohl van der Vorm als auch Kowahl.