Rat beschließt JuPa-Satzung

Politiker hoffen auf neuen Anfang für Jugendparlament

Wedemark (awi). Die jüngste Ratssitzung am Montag im Bissendorfer Bürgerhaus begann mit der Verabschiedung eines bisherigen und der Verpflichtung eines neuen Ratsmitgliedes: SPD-Ratsherr Jörg Woldenga aus Resse hat wie berichtet aus Zeitgründen sein Ratsmandat niedergelegt, Doris Heicke aus Elze rückt in die SPD-Fraktion nach.
„Wir verlieren einen engagierten Ratsherren, der sich sehr intensiv eingebracht hat“, sagte Bürgermeister Tjark Bartels und bedankte sich bei Woldenga mit Blumen, Sekt und einem Buchpräsent. Fraktionschef Jürgen Benk schloss sich den Worten des Bürgermeisters an. Dann verpflichtete dieser Doris Heicke als neues Ratsmitglied.
Der Bürgermeister bedankte sich unter dem Punkt Bekanntgaben ausdrücklich bei den Mitarbeitern der Verwaltung für ihr Engagement beim Jazz im Amtshof und bei der Burning Stage Party, bevor der Rat in die Sachdiskussion einstieg. Mit einer neuen Satzung wurde der Grundstein für einen Neustart des Jugendparlamentes gelegt. SPD-Ratsherr Niklas Mühleis übernahm es, kurz in die Historie einzusteigen. Es habe schon einige Jugendparlamente gegeben, ihr größtes Projekt sei die Jugendhalle gewesen. Danach habe das JuPa dem „Mangel an themen und Aktionen und der fehlenden Identifikation der Jugendlichen mit den Leuten, die sie vertreten sollten“, nicht standhalten können. Das letzte JuPa habe es nur zu zwei Sitzungen gebracht und als ein neues gewählt werden sollte, habe es mit Simon Baumgarten nur einen Kandidaten gegeben. Mit der neuen Satzung werde das JuPa von 15 auf neun Plätze reduziert, JuPa-Mitglieder sollen in allen Ausschüssen beteiligt werden und Verterter auf Antrag des Jugendparlamentes im Rat reden dürfen. Mit der neuen Satzung hat das JuPa auch die Möglichkeit, einzelne Parlamentarier auszuschließen. Mühleis schloss: „Ich hoffe, das neue JuPa kommt seinen Aufgaben nach und geht und Ratspolitikern etwas auf den Nerv.“ Frü die CDU bedankte sich Sven Sobanski für die gute Vorbereitung und betonte die neuen Möglichkeiten des neu zu wählenden Jugendparlamentes.
Jetzt seien die Jugendlichen selbst gefragt, ob der neue Anfang gelingen werde. Als er damals zusammen mit Helge Zychlinski im Jugendparlament gesessen habe, sei Aufbruchstimmung zu verspüren gewesen. Diesen Geist wünsche er auch den neuen Parlamentariern, so Sobanski. Für die FDP fügte Andrea Giese an, die Diskussion in den Fachausschüssen und im Arbeitskreis habe gezeigt, wie wichtig die Jugendlichen den Politikern seien. Ihnen werde jetzt eine weit Tür aufgemacht und sie seien aufgerufen, die Gelegenheit zu nutzen. Der Rat verabschiedete die erläuterte Satzungsänderung einvernehmlich.