Rat stimmt Vertrag für die Krippe zu

Verein Lüttenbaach übernimmt Betriebsführung für Brelinger Krippe

Brelingen (awi). Einstimmig hat der Rat in seiner Sitzung am Montagbend beschlossen, dass die Gemeinde einen Betriebsführungsvertrag mit dem Verein Lüttenbaach für die neue Krippe in Brelingen abschließen soll. Wie mehrfach berichtet startet die Krippe in einem umgebauten Einfamilienhaus in Brelingen im Oktober mit zwölf Kindern im Alter zwischen null und drei Jahren im Vormittagsbereich.
Obwohl der Ratsbeschluss einstimmig ausfiel, führte Susanne Brakelmann für die CDU aus, dass ihrer Fraktion eine andere Lösung für die Kinderbetreuung in Brelingen lieber gewesen wäre. „Wir wissen, dass die Krippe dringend nötig ist, aber wir hätten uns einen Kindergartenneubau statt Altbausanierung und im Zusammenhang hiermit einen angegliederten Krippenneubau gewünscht. Das wäre eine harmonische Lösung gewesen. Doch die Mehrheit hat anders entschieden“, so Brakelmann. Bei der letzten Sitzung des Fachausschusses hätten sich Anwohner zu Wort gemeldet, die Beeinträchtigungen durch die Krippenkinder befürchteten. Auch dies hätte bei einem Komplexneubau am Kindergartenstandort vermieden werden können. Für die SPD-Fraktion entgegnete Heiner Peterburs, sicher könne man sich größere Lösungen wünschen, doch die finanzielle Lage der Gemeinde habe dies nicht hergegeben. Ein Neubau wie die CDU ihn favorisiert habe, hätte 40.000 Euro gekostet. Jetzt würde das Einfamilienhaus für 70.000 Euro umgebaut, davon kämen erwartete 60.000 Euro als Zuschuss vom Bund. Der Verein Lüttenbaach habe ein schlüssiges und gutes Konzept vorgelegt und werde die Krippe für 40.000 Euro Betriebskostenzuschuss im Jahr führen. Für die Bedenken der Anwohner zeigte Peterburs ebensowenig Verständnis wie Bürgermeister Tjark Bartels. Dieser betonte ausdrücklich, dass der Betrieb der Krippe am geplanten Standort nicht genehmigungspflichtig sei und die Gemeinde Wedemark weiterhin keine Rücksicht auf Anwohner nehmen werde, die sich durch Kinder in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt fühlten. Für die CDU schloss sich Sprecher Jörg Onnasch diesem Standpunkt ausdrücklich an.